Unbekanntes in Tweng: Skitour auf den Speikkogel

Im langgezogenen Rücken zwischen dem Taurachtal und dem Zederhausener Tal steht Skigipfel an Skigipfel.

Gerade jene Touren, die von der Nordseite her mit Skiern erreichbar sind, werden oft bis weit ins Frühjahr begangen. Das prominente Schwarzeck mit seinen stolzen 2636 Metern Seehöhe gehört zu den Paradeskibergen. Den nur 2265 Meter hohen Speikkogel kennt hingegen fast niemand.

Der nördliche Vorgipfel der Lackenspitze ist aber feines Tourenziel: Vor allem wenn man die Gegend nicht gut kennt, bietet er einen schönen Überblick über viele klassische Twenger Skitouren. Der Name weist übrigens auf die slawische Besiedelung des Lungaus hin: Speikkogel oder ähnliche Namen gibt es in Südösterreich einige, im Slowenischen ist es dann der Spik.

  • Prominente Nachbarschaft: Blick vom Speikkogel auf das mächtige Schwarzeck. Foto: Thomas Neuhold
  • Anstieg durch den Frühlingswald. Foto: Thomas Neuhold
  • Hinweisschild beim Anstieg Richtung Metzgerhütte: Der Vorher/Nachher-Effekt. Foto: Thomas Neuhold

 

Ausgangspunkt

Parkplatz am Eingang ins Lantschfeldtal (1250 m). Von Obertauern kommend unmittelbar vor der Ortseinfahrt scharf nach rechts über eine Brücke abbiegen und weiter bis zu einem großen Holz- und Parkplatz (Wegweiser).

Route

Vom Parkplatz entlang der Straße eine Kehre bergwärts, dann im spitzen Winkel (Wegweiser) auf der Straße nach Nordwesten. Dieser Straße über Kehren folgen, die Abschneider über die Wiesen sind lohnend. Man gelangt so zu einer Gabelung (Wegweiser). Wir halten uns links und folgen der Straße, die in einen Almweg übergeht bis hinauf zur Metzgerhütte.

Weiter über eine Stufe nach Süden bis an die Westseite des Wildalmsees (Kreuz, 1902 m). Hier dreht die Spur nach Osten zu einer weithin sichtbaren Jagdhütte, die am Rücken südlich des Roßkogels steht. Hier wechselt man ohne großen Höhenverlust in das von Felsbrocken übersäte Kar, das vom Speikkogel, der Lackenspitze (2459 m) und der Grubachspitze (2430 m) eingerahmt wird.

Das Kar wird nach Südwesten durchquert, bis man über einen schönen freien Hang (Orientierungspunkt ist ein auffallender Felsgendarm) auf den Rücken ansteigen kann. Je nach Schneelage dann nach Norden auf den nicht bezeichneten Gipfel. Abfahrt wie Anstieg.

Wissenswertes

Anforderung: mittelschwer, 1000 Höhenmeter, 3,5 h Anstieg. Orientierungssinn nötig. Nur bei stabilen Verhältnissen.

Ausrüstung: Skitourenausrüstung, Harscheisen.

Karte: AV-Karte 45/2, „Niedere Tauern II“.

Literatur: C. Hutter/ Thomas Neuhold, „Skitourenatlas Sbg.-Berchtesgaden“, 2. Aufl., Pustet, 2014.

Einkehr: Postwirt in Tweng, www.postgut.at

Lawinenlagebericht: www.lawine.salzburg.at