Blütenblätter und Pollen fliegen

Beobachten Sie den Wandel der Natur. Ihre Beobachtungen fließen in internationale Forschungsprojekte ein.

Freuen Sie sich jetzt auch jeden Tag über neue Blüten im Garten oder vielleicht gar schon über den ersten Kuckucksruf? Oder leiden Sie als Pollenallergiker unter dem teils extrem starken Pollenflug in diesem trockenen und außergewöhnlich milden April? In beiden Fällen sind Sie ein perfekter Beobachter der Phänologie! Hinter dem etwas sperrig klingenden Begriff verbirgt sich die Beobachtung der Entwicklung der Pflanzen und des Verhaltens der Tiere in Abhängigkeit von der jahreszeitlichen Witterung. Die Eintrittsdaten verschiedener Ereignisse wie Austrieb, Blattentfaltung, Blüte, Reife, Laubverfärbung und Blattfall werden aufgezeichnet und für internationale Forschungsprojekte verwendet. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat bereits im Jahr 1852 ein phänologisches Messnetz aufgebaut. Analysiert man den zeitlichen Verlauf von phänologischen Beobachtungsdaten, wird vor allem in den Frühjahrsmonaten der Einflussfaktor der Lufttemperatur deutlich. Auf diese Weise ist die Phänologie ein idealer Bio-Indikator für Änderungen des Klimas, da er positive wie negative ökologische Auswirkungen des Klimawandels gut verständlich aufzeigt. Eine globale Erwärmung um einen Grad mag vielen Menschen unbedeutend vorkommen – und doch ist es dieses eine Grad, das den Flieder zwei Wochen früher als in früheren Jahrzehnten zum Erblühen bringt. Auch andere Frühjahrsblüher wie Hasel oder Kirsche sind etwa eine Woche früher dran. Wenn  Sie uns an Ihren Beobachtungen teilhaben lassen wollen, finden Sie nähere Infos auf www.phenowatch.at.

Aktivitätstipp:

Der Boden ist mittlerweile so warm, dass viele Blumen- und Gemüsesorten ausgesät werden können.

Das Wetter diese Woche

Der April bleibt überdurchschnittlich warm. Nur zur Wochenmitte ist es vorübergehend nass & kühler