Da ist kein Haar in der Suppe!

Rudi Obauer und YaoYao setzen auch in der Küche auf gute Laune.  Das Altstadt-Festival   „eat & meet“ wird erstmals regelrecht gestürmt. Also: Plätze reservieren!

Einem Profikoch hautnah bei der Arbeit zuzusehen, das nimmt einem glatt die Angst. „In TV-Kochshows ist alles so kompliziert und hundert Zutaten sind nötig. Lasst euch davon nicht abschrecken“, sagt Rudi Obauer, jüngst vom Falstaff-Magazin   mit seinem Bruder Karl als „Salzburgs beste Köche“ ausgezeichnet.

Kokosmilch nie schütteln, rät Yaoyao

Rudi Obauer und YaoYao Hu (YaoYao/Europark) luden  mit Schülern der Tourismusschule Klessheim  in die Miele-Küche  in Siezenheim. Es gab Curry – eines auf heimische Art und eines nach Thaitradition.  Da gingen „Ohs“ und „Ahs“ durch das Publikum. So etwa, als   Hu  zeigte, das man beim Curry-Kochen (siehe Rezept) Kokosmilchdosen   niemals schüttelt. „Kochen Sie lieber einfach. Verwenden Sie wenige Produkte“, riet Hu.

Obauers Credo: Die Stimmung zählt

Das Um und Auf für Obauer ist die Stimmung. „Ist man schlecht drauf, streicht man sich besser nur ein Butterbrot“.
Am Miele-Abend ging das Kochen spaßig vor sich. Obauer, mit Fingerzeig auf seinen und Hus rasierten Kopf: „Bei uns beiden finden Sie kein Haar in der Suppe.“ Was ihn nach vielen Jahren als Spitzenkoch immer noch daran reizt, Neues auszuprobieren?  Da zitiert Obauer sein Lebensvorbild Sepp Forcher. „Es gibt nichts, was nicht interessant ist.“  Neugier sei  Voraussetzung für einen Koch. Und: Alles, was man weiß, kann einem  keiner mehr nehmen. Der Spitzenkochabend war einer der Höhepunkte des „eat and meet“-Festivals das Salzburger Altstadt Verbandes. Ein Kulinarik-Fest im ganzen März, mitten in der Fastenzeit? Man verzichte ja auf Fast Food, meint  Inga Horny, Chefin des Altstadt-Marketings, augenzwinkernd.

„eat and meet“ ein Publikumsmagnet

„eat and meet“ bis 31. März Noch bis 31. März bieten Gastronomiebetriebe in der  Altstadt  160 Veranstaltungen für Genießer. Im Mittelpunkt stehen heuer Zitrone und Curry. Da gibt es hausgemachten Zitronenlikör (beim Sporer), nach nordafrikanischer Art in Salz eingelegte Zitronen (im Afro Cafe) oder mittwochs Fischcurry beim Fisch Krieg (Stand am Grünmarkt). Burritos mit gelbem, rotem oder grünem Curry serviert das Escobar und viele Betriebe tischen Curry-Variationen auf.
Im zehnten Jahr hat das Festival den Durchbruch geschafft. „Jetzt spüren wir: Unser Konzept ist aufgegangen“, sagt Horny. 90 Prozent der Veranstaltungen sind ausverkauft.  Zum ersten Mal gibt es  Wartelisten. Tipp: Wer noch Angebote genießen will, sollte  einen Tisch reservieren.
Alle Veranstaltungen unter www.salzburg-altstadt.at

 

YaoYao’s Familienrezept: Grünes Thai Curry (6 Pers.)

Wok oder Pfanne erhitzen.
5 EL Rapsöl eingießen. 4 EL grüne Thai-Currypaste dazugeben und verrühren. Auf kleiner Flamme rösten bis das Aroma hervorkommt. 7 EL Kokosfett dazu (oberes Drittel aus der Aroy-D-Dose) und rösten bis Fettaugen austreten. 5 EL Fischsauce (Sqid Brand) dazugeben. 2 Dosen Kokosmilch und -wasser (mittleres und unteres Drittel der Dose) unterrühren bis eine homogene Sauce entsteht.
1200 g regionales Gemüse und Pilze dazugeben. Festere Sorten wie Karotten dünner schneiden, damit eine gleichmäßige Garung gelingt. Eine Hand voll süßen Thai-Basilikum (Horapa) hinzugeben.
Gemüse soll knackig bleiben,
und seine Vitamine behalten, daher nicht zu lange garen. Dazu Jasminreis servieren.