Brainfood: Wahrer Sprit für das Gehirn

Schneller denken, länger merken: Jogurt, Nüsse und vieles mehr sind ein Turbo für das Gehirn. Was es mit Brainfood auf sich hat.

Warum weiß meine Kollegin noch nach Tagen alle Details der Besprechung und ich nicht? Wer sich Sachen gut merken will, sollte Brainfood ausprobieren. Mit  „Gehirnnahrung“ kurbelt man den gesamten Denkapparat an. Es fällt einem leichter, sich zu konzentrieren, zu lernen, Gedanken zu ordnen. Obendrein sprießen Kreativität und  gute Laune. Aber kann man Brainfood auch aus  gewöhnlichen Lebensmitteln zusammenstellen?  „Ja sicher“, meint Rosemarie Haider. Die Gastrosophin mit Sitz in Grödig schilderte dem „Fenster“, was man dazu benötigt und wie Brainfood auf unsere grauen Zellen wirkt.

Warum das Gehirn ständig Nachschub braucht

In Haiders Worten ist Brainfood nichts anderes als eine ausgewogene und vollwertige Mischkost mit folgenden Bestandteilen: Genügend Kohlehydrate  – sie versorgen das Gehirn mit Energie. Proteine – für das Gedächtnis und den Informationsfluss. Und Fettsäuren – sie wirken als Schmiermittel für die Datenübertragung. „Mit einigen Lebensmitteln kann man einen enormen Einfluss auf die geistige Leistung nehmen“, betont die Gastrosophin. Weil unser Gehirn keinen eigenen Energiespeicher hat, muss es ständig versorgt werden. Haider bildlich: „Du bist der Tankwart mit viel Verantwortung. Denn nur guter Sprit bringt gute Kraft.“

Die Gastrosophin empfiehlt als Brainfood:

Kohlehydratelieferanten wie Kartoffeln, Gemüse (Tipp: ein Gemüse-Mittagessen macht nicht müde), Vollkornprodukte aus Hafer oder Dinkel (machen einen länger satt und liefern Energie), Obst wie Äpfel oder Heidelbeeren sowie Hülsenfrüchte. Sie sorgen ebenfalls für einen konstanten Blutzuckerspiegel und stecken voller zellschützender Antioxidantien.

Proteinquellen wie Fisch, Linsen, Bohnen, Eier und Roggenvollkornbrot.  Jogurt, Milch und Topfen liefern ebenfalls leistungsfördernde Proteine. Die Milchprodukte halten mit ihren Probiotika darüber hinaus den Darm gesund – der wiederum Einfluss auf das Gehirn hat.

Fettsäurelieferanten wie Nüsse (deren Vitamine E und B sorgen für optimale Konzentration). In Fisch, Leinöl, Hanföl und Avocados stecken wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die die Kommunikation zwischen den Synapsen beschleunigen.

Als wahres „Doping“ fürs Gehirn gelten die  Energiegewürze Chili, Nelken, Zimt und Ingwer. Sie aktivieren die Durchblutung, wirken anregend und bauen Stress ab. Für gute Konzentration sorgt das Spurenelement Eisen (Fleisch, grünes Gemüse) – und nicht zu vergessen – Sauerstoff. Also am besten gleich hinaus in die frische Luft gehen. Was oft übersehen wird, ist, wie gut Flüssigkeit dem Gehirn tut. „Wer zwei Liter Wasser oder Tee am Tag trinkt, kann seine Leistungsfähigkeit um bis zu zehn Prozent steigern“, erklärt die Grödiger Gastrosophin. Und weist  auf einen Irrglauben hin: Traubenzucker und Süßigkeiten machen kurz fit, aber eben nur für den Moment. Was folgt, sind Heißhunger – und, oje, Müdigkeit.

Von Sabine Tschalyj