Der bequemste Skischuh der Welt

Haselsteiner gab Geld. Dann wurde die Konkurrenz unbequem…

Es war das „Schraubstock-Gefühl“ in Skischuhen, das den begeisterten Skifahrer Christian Schrempf 2011 veranlasste, die Entwicklung des „perfekten Skischuhs“ anzugehen – das Start-up „Freemotion“ war geboren. „Der Schuh sollte in erster Linie bequem sein“, sagt Schrempf, der die erste Version seines „Feelgoodskiboot“ allein entwarf.

Heute beschäftigt der Salzburger in St. Martin am Tennengebirge elf Mitarbeiter und hat den Unternehmer Hans Peter Haselsteiner als 26-Prozent-Miteigentümer an Bord. Ihn konnte Schrempf in der Puls-4-Sendung „2 Minuten, 2 Millionen“ für sein Projekt gewinnen – er investierte 300.000 Euro. „Dass unser Skischuh der einzige ist, der wissenschaftlich auf Carving-Ski abgestimmt ist und das Sprunggelenk freilässt, hat ihn überzeugt“, sagt Schrempf. Auch kalte Füße gehören in dem Schuh der Vergangenheit an. „Die Zehen werden ausreichend durchblutet, außerdem ist der Schuh leichter als andere.“

Erste Erfolge feierte Freemotion 2012 mit einer Kleinserie sowie 2013 mit der Nominierung für den Österreichischen Staatspreis für Innovation. Als größte Schwierigkeit in der Anfangsphase bezeichnet Start-up-Gründer Schrempf Marketing und Vertrieb. „Wir wurden von den Großen in einem Maße angegriffen, das ich nicht erwartet hätte. Wir haben deshalb unser Vertriebssystem umgestellt und mit Nordland einen zuverlässigen Partner für Österreich und Deutschland.“ Dazu kommen Teststationen, etwa beim Stanglwirt in Kitzbühel. Anfang Oktober präsentiert Freemotion einen früheren Skistar als neuen Markenbotschafter. Der soll den nächsten Schub bringen – mit einem ersten Race-Modell im Frühjahr.

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Von Thomas Strübler

Foto: Gerry Frank