Mein erstes Hochbeet: Ein Selbstversuch

Hochbeete: Sie sind klein, praktisch und kinderleicht. Oder? Ein laienhafter Selbstversuch.

Nicht jeder kann einen grünen Daumen haben. Aber dazugehören wollen wir irgendwie alle: Zur Garten-Elite. Zu denen, die mit Fotos von Riesen-Zucchinis in den sozialen Netzwerken prahlen und sich ihr tägliches Jausenbrot mit dem selbst gepflückten Kopfsalat verzieren.

Wer nicht gleich seinen ganzen Garten umgraben will, entscheidet sich dann praktischerweise für ein Hochbeet: Die Baumärkte sind voll davon. In allen Größen, Farben und Formen bekommt man den kleinen Landwirtschaftsbausatz für zuhause.

So weit so gut. Sobald aber das Hochbeet im Garten steht, wird dem Laien bewusst: So einfach ist das gar nicht. Wer noch nie selbst gegartelt hat, ist zunächst einmal verwirrt: In das Hochbeet kommt nämlich nicht einfach nur Erde, sondern verschiedene Schichten: zerkleinerte Äste, Gras, Laub, Gartenabfälle, Kompost (also alles, was man so in der Natur findet) – und dann erst kommt die Erde ins Beet.

Zur typischen Ausstattung eines jeden Hochbeetgärtners gehört freilich noch ein Mäusegitter und ein Schneckenschutz. Besonders raffiniert ist ein Kupferband, das man an die Ränder des Beetes klebt. Dadurch werden die Schnecken ferngehalten. Kopfzerbrechen bereitet dem Anfänger aber vor allem die Bepflanzung. Salat geht immer, aber das kann ja jeder. Da muss schon mindestens Kohlrabi rauswachsen! Dazu sollte man aber einen erfahrenen Gärtner fragen. Kommt es dann irgendwann doch zur Ernte, sei gesagt: Es zahlt sich aus. Die erste Gurke aus dem eigenen Hochbeet schmeckt so richtig gut. Nach Stolz.

Katharina Maier

Im Titelbild: Hobby-Gärtner Vincent freut sich über die erste Ernte. (Foto: Sigrid Scharf)