High-Tech-Bauchladen macht Catering mobil

Noch vor drei Jahren existierte der „Steamwalker“ nur als Idee im Kopf von Albrecht Clary und Aldringen. Dem Salzburger schwebte ein Gerät vor, das Catering vollständig mobil machen sollte.

„Ich hatte die Idee eines Bauchladens, mit dem man hochwertiges Essen vor sich hertragend transportieren kann“, sagt Clary. Zweieinhalb entwicklungsintensive Jahre und acht Prototyp-Generationen später ist das im Gutshof Glanegg beheimatete Start-up nun bei der Serienreife angelangt. Der Ball wird aber vorerst noch flachgehalten. „Vor dem wirklichen globalen Startschuss wollen wir unsere Geräte auf lokaler Ebene verkaufen, um zu beobachten und Kinderkrankheiten auszumerzen“, so Clary. Für Anfang 2018 ist eine Kapitalerhöhung und die weltweite Expansion geplant.

Zwar wurden schon einige Geräte an Unilever verkauft und auch auf Messen und Tagungen sind bereits Steamwalker im Einsatz. „Ganz große Kunden wie Do&Co, die große Fußballstadien betreiben, wollen wir erst ansprechen, wenn wir wissen, dass die Geräte auch im täglichen Gebrauch zu 100 Prozent funktionieren“, so Clary.

Viereinhalb Kilo wiegt der aus Polypropylen hergestellte Steamwalker, dazu kommt das Gewicht von bis zu 60 Portionen Essen. Getragen wird das Gerät mittels Hüftgurt. Nacken, Schultern und Rücken sind komplett entlastet. Die Basisversion ist für rund 3500 Euro zu haben. „Das hört sich vielleicht teuer an“, sagt Clary, gibt aber zu Bedenken, dass zweieinhalb Jahre Entwicklungsarbeit und 133 Einzelteile in dem Gerät stecken. Nachgefüllt werden die Steamwalker von einer zentralen Backup-Küche aus. „Unsere Geräte sind keine Kochstationen. Wir überbrücken nur die letzten Meter von der Küche zum Kunden“, sagt Clary.

Thomas Strübler

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