Auf heiligen Spuren: Die Falkensteinrunde

Wandern nicht nur für Fromme.

Volksfrömmigkeit und Aberglauben – weit liegen sie nicht auseinander. Der Pilgerweg von St. Gilgen über den Falkenstein nach St. Wolfgang ist ein Beispiel dafür. Am Standort der Falkensteinkapelle soll ja einst der hl. Wolfgang in einer Höhle gehaust haben. Aus der Quelle gleich neben der Kapelle sprudelt ein Wasserl, welches gut gegen Augenleiden sein soll; wer den Stein in der Kapelle berührt, wird vielleicht Kopfweh und Migräne los.

Wer es profaner mag, ist auf der Falkensteinrunde aber auch gut bedient: Die dicken Nebel am See lichten sich mit jedem Höhenmeter, oben auf dem Abersee- und dem Scheffelblick wird man dann von den wärmenden Sonnenstrahlen begrüßt.

Das "wundersame Wasser" am Falkenstein: Die Quelle soll der Hl. Wolfgang gefunden haben.

Das „wundersame Wasser“ am Falkenstein: Die Quelle soll der Hl.
Wolfgang gefunden haben.

Ausgangspunkt:

St. Gilgen – Ortsteil Aich. Zur Zufahrt von der Mondseestraße B154 abzweigen, dann Richtung Fürberg bis hinunter zum Badeplatz (540 m).

Route:

Vom Badeplatz geht es entlang des Seeufers nach Südosten bis zu einer Wegteilung. Hier nimmt man den linken Straßenast. Das ist der Pilgerweg nach St. Wolfgang. Nun geht es entlang dieses breiten Schotterwegs etwas steiler entlang eines Kreuzwegs mit Kreuzigungskapelle samt Büßersteinhaufen hinauf zur Falkensteinkirche und zum „Zeichen im Stein“, der mit 780 Metern Seehöhe höchsten Stelle des Übergangs von St. Gilgen nach St. Wolfgang. Kurz nach diesem Felsdurchschlupf zweigt nach rechts (Wegweiser bei einer Kapelle) der deutlich ruppigere Waldsteig zum Aberseeblick ab.

Detail am Kreuzweg hinauf zum Falkenstein.

Detail am Kreuzweg hinauf zum Falkenstein.

In wenigen Minuten geht es über einige Stufen hinauf zu diesem Aussichtspunkt (795 m). Hier und am nachfolgenden Steig ist mit Kindern Vorsicht angesagt, seeseitig geht es immer wieder steil hinunter! Vom Aberseeblick folgt man dem Steig leicht fallend nach Nordwesten und bei der nächsten Verzweigung (Wegweiser) hinunter Richtung See. Nach einem kurzen Gegenanstieg steht man am Scheffelblick (733 m). Dahinter wieder leicht fallend dem Steig weiter folgend nach Nordwesten, bis man dann auf den ursprünglichen Anstiegsweg trifft.

Dicker Herbstnebel hüllt die Ufer des Wolfgangsees ein.

Dicker Herbstnebel hüllt die Ufer des Wolfgangsees ein.

Variante:

Nach St. Wolfgang absteigen und mit dem Schiff (fährt bis 1. Jänner) nach St. Gilgen retour. Zu Fuß den See entlang nach Fürberg. Fahrplan: www.schafbergbahn.at.

Hier können Sie die Route als PDF downloaden.

WissenswertesGipfelbuch_Thomas Neuhold

Anforderung: Einfache Wanderung, 350 Höhenmeter mit Gegenanstiegen.

Dauer der Gesamtrunde: ca. 1,5 Stunden.

Ausrüstung: Wanderausrüstung. Bei Schneelage Stöcke und Gamaschen zu empfehlen.

Karte: Kompass Nr. 17, „Salzburger Seengebiet“, 1:50.000.

Literatur: Clemens M. Hutter, „Pilgerwege im Salzburger Land“, Verlag Tyrolia, Innsbruck 2007.

Einkehr: Landgasthof Batzenhäusl am Krottensee. Internetadresse: www.batzenhaeusl.com