Die „Sunnseitn“ des Hochkönigs

In den trüben Herbsttagen sind die raren Sonnenstunden in der Höhe echte Labsal für die Seele.

Die Hänge zwischen Mühlbach und Dienten sind alle strikt nach Süden ausgerichtet – ein ideales Wandergebiet für den Spätherbst beziehungsweise den Frühwinter. Denn abgesehen von der seelischen Wirkung der Sonnenstrahlen – hier ist es auch nach etwas Niederschlag schnell trocken und die paar Schneeflockerl der vergangenen Tage sind auch rasch wieder geschmolzen.

Ausgangspunkt:

Kleiner Parkplatz (1293 m, Wegweiser) direkt an der Hochkönigstraße östlich des Dientner Sattels – Anstieg Stegmoosalm/Birgkar.

Route:

Vom Parkplatz entlang der Zufahrtsstraße (Abkürzungen) hinauf zur Stegmoosalm (1438 m). Am Steig weiter nach Norden, bis man bei einem Wegweiser auf den Weitwanderweg 01 trifft. Diesem folgt die Tour dann ostwärts in leichtem Bergauf-bergab, über Muren und durch Rinnen, zwischen Latschen hindurch zu den Weiden der „Vier Hütten“.

Verblühte Distel - eine Schönheit am Wegesrand.

Verblühte Distel – eine Schönheit am Wegesrand.

Hinter der Wiedersbergalm (1539 m) weiter nach Osten, bis es dann bei einem Wegknick ins Riedingtal hinuntergeht. Nachdem wir das Tal gequert haben, geht es bei der Abzweigung nach Süden zur Riedingalm und hinunter bis zur Straßenzufahrt Kopphütte. Der Straße entlang hinauf zur Kopphütte und weiter nach Nordwesten zur Bergeralm.

Nun immer dem Almweg folgend nach Westen in den Wald und – an einem ehemaligen Bundesheergelände vorbei – durch eine wahre Stafette von Viehgattern hinunter zur Hochkönigstraße. Die letzten Meter auf dieser wieder bergauf und retour zum Birgkarparkplatz.

Die mächtigen Südabstürze des Hochkönigs.

Die mächtigen Südabstürze des Hochkönigs.

Variante 1:

Und was, wenn der Schnee doch noch in größeren Mengen kommt? Kein Problem, Seite ausschneiden oder den „Gipfelbuch“-Eintrag auf der „Fenster“-Homepage mit einem Lesezeichen markieren und in der Almsaison 2017 wandern; dann sind übrigens auch die meisten Hütten bewirtschaftet.

Variante 2:

Die Tour ist auch als Schneeschuhtour zu empfehlen. Aber Obacht! Wenn Frau Holle wirklich etwas mehr von der weißen Pracht übers Land ausgebeutelt haben sollte, dann ist an den Südhängen des Hochkönigs auch die Lawinengefahr ein Thema. www.lawine.salzburg.at

Hier können Sie die Route als PDF downloaden. 

Wissenswertes

Anforderung: Einfache Bergwanderung, 700 Höhenmeter mit Gegenanstiegen, Gesamtrunde 3,5 Stunden.
Ausrüstung: Wanderausrüstung. Bei Schneelage Stöcke und Gamaschen zu empfehlen.
Karte: AV-Karte Nr. 10/2, „Hochkönig – Hagengebirge“, 1:25.000.
Literatur: Bernhard Kühnhauser, AV-Führer „Berchtesgadener Alpen“, Verlag Rother, München 2009.
Einkehr: Kopphütte