Ein Start-Up macht Online-Shopping einfacher

Künstliche Intelligenz, die beim Einkaufen hilft

„Wir machen die Arbeit, die eigentlich ein guter Verkäufer erledigen sollte, den es online aber nicht gibt“, erklärt Emanuel Schattauer das Tätigkeitsfeld seines Start-ups Fact AI.

„Die zentrale Frage ist, welche Details für den Kunden  wichtig sind und wie ich die Produktplatzierung darauf anpasse. Das geht online  sehr gut, wenn man die künstliche Intelligenz dafür zur Verfügung hat. Die haben wir entwickelt.“

Unterschieden wird dabei zwischen einer expliziten Variante, bei der der Kunde seine Vorlieben in eine Maske eingibt, und einer impliziten Variante, die unbemerkt im Hintergrund mitläuft. „Letztere ist wesentlich eleganter. Das Klickverhalten des Kunden wird interpretiert und das Produktangebot entsprechend gestaltet. Das ist wie der Facebook-Algorithmus, nur für Produkte“, so Schattauer.

Davon profitiert am Ende nicht nur der Verbraucher, sondern auch der Produkthersteller. „Deshalb werden wir auch von Letzteren bezahlt“, sagt Schattauer. Der Hersteller  könne zielgerichteter anbieten, das erspare teure Retoursendungen. Der Kunde komme schneller zum gewünschten Produkt.  Der erste auf Fact-AI-Technologie beruhende Online-Shop startet im Dezember. Mit welchem Unternehmen, ist noch geheim.

Vorrangiges Ziel ist die Eroberung des deutschsprachigen Raums, aber auch eine Expansion nach Resteuropa und in die USA ist angedacht. Auslandserfahrung haben Emanuel Schattauer und seine Mitstreiter bereits gesammelt, unter anderem  im Silicon Valley, in Hongkong und in Paris. In einem sind sich die drei einig: „Die Lebensqualität in Salzburg sucht ihresgleichen.“

Auch Sie haben eine gute Geschäftsidee – und starten durch? Dann melden Sie sich unter interaktiv@svh.at. Dies ist eine Kooperation des Salzburger Fensters mit dem Gründerservice Salzburg.

Thomas Strübler

Foto: Strübler