Flotter Flitzer: Ein Start-up setzt auf faltbare E-Bikes

Jahrelang schleppte Michael Thuma  in seiner Stadtwohnung das Fahrrad vom  Keller rauf und wieder runter. Irgendwann hatte er davon die Nase voll – und eine zündende Idee.

Es kam ihm der Gedanke,  dass es mit Klapprad leichter ginge. Doch damit nicht genug: „Der Betrieb, in dem ich damals arbeitete, plante Antriebe für Mountainbikes. Da kam mir die Idee, beides zu kombinieren“, erzählt Michael Thuma. Er wechselte auf die Unternehmerseite und gründete in Obertrum das Start-up Purismo. Dieses bringt das erste österreichische Falt-E-Bike auf den Markt, Anfang 2017 werden die ersten zehn Stück an Kunden ausgeliefert.

Was das Rad denn nun von anderen faltbaren E-Bikes unterscheide? „Es ist das erste mit einem Carbon-Rahmen. Dieser macht das Rad sehr leicht. Er wird in Italien handgefertigt, ist also keine asiatische Massenware. Mit seinem puristischen Design ist es ein Lifestyle-Bike, das sich wie ein Rennrad fährt“, erklärt Thuma.

Der coole Look und der handgefertigte Rahmen haben ihren Preis: 6300 Euro kostet das Rad. Kann er es sich leisten, wird nicht nur der stilbewusste Städter, sondern auch der Pendler seine Freude daran haben, ist sich Thuma sicher. Denn mit seinen 13 Kilogramm lässt sich das Rad locker ins Auto heben. Und es hat auch unter dem Schreibtisch Platz.

Mit seinem Start-up sieht  Thuma auch eine Chance,  den Verkehr der Zukunft mitgestalten zu können.  Schließlich sind Nachhaltigkeit und Mobilität ein großes Thema in den Städten.

Bald schon Falt-Mofas?

Beruflich sucht Thuma die Herausforderung. Er möchte mit seinen beiden Partnern Purismo als Lifestyle-Marke etablieren und um Accessoires, Taschen, Mode erweitern, also alles, was mit urbaner Mobilität zu tun hat. Und in drei, vier Jahren  auch Falt-Mofas und E-Scooter rausbringen. Aber da müsse er erst schauen, wie sich der Markt entwickle.

Von Petra Suchanek

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