Der Sommer zeigt die Wadln

Rauf auf die Berge, besser wird’s nicht.

Jede Zeit im Jahr erzeugt fixe Wetterbilder im Kopf.  Spätsommer und Frühherbst verknüpft man bei uns in Salzburg mit idealem Wanderwetter. Wieso eigentlich? Ein kluges Marketingprodukt des Salzburger Bauernherbstes? Nein, es steckt schon mehr dahinter. Das Zeitfenster ist ab der letzten Augustwoche bis in den Oktober hinein bei uns am Alpenbogen für Aktivitäten im Gebirge tatsächlich deutlich besser als im Rest des Jahres.

Das war immer schon so, der Klimawandel wird daran auch nichts ändern. Was ist nun der Vorteil? Es gibt weniger Haufenwolken und damit weniger Nebel in den Gipfelbereichen. Dadurch sind Sicht und Wahrnehmung besser, man hat seltener Orientierungsprobleme und ist sicherer unterwegs. Es gibt weniger Schauerregen und die Gewittergefahr nimmt von Woche zu Woche ab. Schuld daran ist die abnehmende Kraft der Sonne.

Die Atmosphäre bekommt  weniger Energie als noch vor einem Monat. Und gerade die Sonne ist ein wichtiger Produktionsfaktor für die Salzburger Sommerwolken und Gewitter. Auch der Wind ist in dieser Phase des Jahres sanfter als im Frühjahr oder im Spätherbst. Die Zugbahn der Kaltluftstürme ist noch weit im Norden, während in Salzburg  meist noch ein warmes Hoch den Spätsommer genießt.

Das Bergwetter eignet sich für lange Aktivitäten, für Überschreitungen, die den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Auch die Fernsicht legt zu, weil die Luft nicht mehr so viel Wasserdampf tragen kann. Aber der Herbst ist nicht mehr weit weg: Man merkt es zum Beispiel daran, dass der Altschnee in den Tauern oberhalb von 2800 m in der Früh pickelhart ist.

Das Wetter…

… in dieser Woche: Prächtiges Spätsommerwetter! Die sonnigste Woche in diesem Sommer. Stabiles Heu-, Bade- und Outdoorwetter.
… vor einem Jahr: Gleich wie heuer. Trocken, viel Sonne und Temperaturen zwischen 25 und 31 Grad.
… vor 41 Jahren: Massiver Regen überflutet Maria Alm. Fünf-Zentimeter-Hagel in der Stadt Salzburg.
… vor 65 Jahren: Ganz selten – eine Windhose knickt in Lamprechtshausen einen Mast und tötet einen Mann.

Aktivitätstipp: Raus ins Freie! Wandern, Klettern, Biken und Bergsteigen sind erste Wahl. Am Nachmittag kann man dann noch baden gehen. Der Abend könnte auf der Terrasse mit einem Buch ausklingen.