Lieblingsplatzerl: Grandioser Ausblick mit Hendl-Abgang

Man sitzt da oben und denkt nur: Was für ein wunderbarer Fleck Erde! Nur kurz keimt ein leiser Gedanke, wie verrückt zersiedelt dieser wunderbare Fleck Erde ist. Aber dann ist Schluss mit Grübeln. Genießen, nichts tun, die Seele baumeln lassen.

Wir sitzen am Dürrnberg, direkt neben der Kirche, auf einer der drei Holzbankerl.  Es ist geradezu prädestiniert für unser neues „Fenster“-Format Lieblingsplatzerl. Das Gespräch kommt kurz auf den Pfarrer dort oben, der es schafft, dass das Gottes haus bei der Messe am Sonntag fast immer ausgezeichnet besucht ist. Aber das ist eine andere Geschichte ….

Bis zu dem Bankerl waren wir ohne Eile zu Fuß weniger als eine Stunde unterwegs. Ausgangspunkt ist die aufstrebende historischen Altstadt Halleins, in der sich an den Wochenende immer mehr Menschen tummeln. Es braucht aber nur wenige Meter durch die idyllischen Gässchen Richtung Kirche und dann zum Gymnasium, um  diese perfekte Wanderung auf den Dürrnberg zu starten. Einfach in den Wald eintauchen, den steilen ersten Abschnitt hinauf und bald  ist man beim Knappensteig.

Eigengebr‰u im Egglgut.

Eigengebr‰u im Egglgut.

Wer mag, kann hier kurz nach links zum  Egglgut wegbiegen, dessen Backhendl eine lokale Berühmtheit sind. Einrichtung und Optik des Gastgartens sind aber deutlich in die Jahre gekommen – dafür ist der Ausblick auch hier berauschend. Exklusiv im Egglgut gibt es übrigens „Green“, eine von den Wirtsleuten selbst gebraute Waldmeisterlimo. Überzeugen konnte uns das grüne Gebräu nicht. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Also zurück zum  Knappensteig, von dort geht man etwa eine halbe Stunde zur Kirche am Dürrnberg. Der Anstieg ist phasenweise kräftig, aber kein Problem. Und oben – wie sagt: Hinsetzen, durchschnaufen, genießen.

Hermann Fröschl