Aktuelle Beiträge » Zuckergoscherl Seite 5

  • Feinde fürs Leben

    Die größten Feinde einer Mutter sind andere Mütter. Niemand kann eine Frau auf so spitzfindige und hinterlistige Art fertigmachen wie eine andere Frau. Das ist psychologische Kriegsführung vom Feinsten, und so wird’s gemacht: Beginnen Sie in der Schwangerschaft – es ist essenziell, den Gegner früh zu schwächen.

  • Kranke Kinder sind unser Kryptonit

    Kinder können lästig sein. Das ist eine Tatsache. Die bitzeln und schreien, die sind hungrig und müssen aufs Klo, fallen hin, können sich nicht allein anziehen, wecken einen nachts auf und haben andauernd ein Bedürfnis, das befriedigt werden muss, und zwar SOFORT.

  • Die Mini-Zuckergoscherln

    Der Papa beim Höhlebauen: „Da müssen wir was Schweres drauflegen, sonst hält die Decke nicht.“ Und der Sohn: „Warte, ich hol mal die Mama.“ Jaha! So geht’s mir. Kaum hat man dem Nachwuchs das Sprechen beigebracht, bereut man es auch schon. Die wahren Zuckergoscherln sind eigentlich meine Kinder:

  • 2016: „Endstation, bitte alle aussteigeeen!“

    Wir Menschen lieben Rituale. Sie markieren Übergänge und verankern uns im Zeitgeschehen. Wir feiern Geburtstage, zelebrieren Schulabschlüsse und Jubiläen und haben einen ganzen Ritualreigen um den letzten Tag des Jahres aufgebaut: Bleigießen, Feuerwerk, Glücksschweinderl.

  • Alles ist käuflich, nur nicht die Zeit

    Es gibt eine App, die heißt Capsules, die hilft Ihnen, Ihren Kleiderschrank auszusortieren. Das Unternehmen dahinter, Cladwell, behauptet: 80 Prozent von dem Gewand, das wir besitzen, ziehen wir nie an. Jetzt ist das Ausmisten an sich eine gute Idee, aber als ich von dieser App, die vier Euro im Monat kostet, gelesen hab, hab ich mir gedacht: Was ist nur los mit uns?

  • Ach, du liebe Zeit!

    Ende Oktober: Halloween und Winterzeit – ein Schrecken nach dem anderen. Denn während die Zeitumstellung eine Länger-schlafen-Happy-Hour für Kinderlose bedeutet, ist sie für alle Eltern ein Gruß aus Mordor.

  • Es ist zum Heulen

    Als ich ein Kind war, hat die Mama meiner Nachbarsfreundin oft geweint, und ich hab gelacht. Ich hab sie ausgelacht. Sie war ständig zu Tränen gerührt. Wenn man ihr zum Geburtstag gratuliert hat, zum Beispiel. Bei der Merci-Werbung. Und am Ende eines kitschigen SAT1-Films, wenn der eine die andere grad noch am Flughafen erwischt. Meine Freundin und ich haben uns über die weinende Mama lustig gemacht.

  • Bleib cool, Rumpelstilzchen!

    Falls Sie manchmal überlegen, ob Ihr Glas noch halb voll oder doch schon halb leer ist, möchte ich Sie auf etwas aufmerksam machen: So ein Glas ist wiederbefüllbar. Was das bedeuten soll? Ich plädiere für Gelassenheit.

  • Ohren sind nur zur Deko am Kind

    Ich glaube, wenn man als Mama seine Kinder vor einer drohenden Gefahr warnt, dann klingt das in deren Ohren so: „Hör auf mit bzzzzzzzzzzzzzzz, weil sonst tust du dir bzzzzzzzzzzzzzzz und Achtung, bzzzzzzzzzzzzzzz.“ Die hören das einfach nicht.

  • Hausgemachte Höllenqualen

    Die Hölle stell ich mir so vor: eine Umkleidekabine. Grelles Neonlicht, das sämtliche Dellen, Flecken und Härchen gut ausleuchtet und Augenringe aussehen lässt wie Vulkankrater in Island. Ein Vorhang, der nicht g’scheit zugeht, auf der Seite bleibt immer ein Spalt offen, draußen haufenweis Leute, die reinspechtln.