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SF41/08
Die Krebsstudie Hausmannstätten

Auffallend mehr Krebsfälle in der südlich von Graz gelegenen Gemeinde

Oberfelds erste große Mobilfunk-Krebsstudie brachte ihm eine Klage der Mobilkom ein – die Sendeanlage habe es nie gegeben.

Begonnen hat es damit, dass, im Zuge der Ende der Neunziger Jahre in Gang gekommenen Diskussion über Mobilfunk und mögliche Gesundheitsrisiken, Bürger aus Hausmannstätten (südlich von Graz) an ihn herangetreten seien: „Was ist da los, bei uns gibt es so viele Krebsfälle?“, bei einem Vortrag von ihm, gab es von den Bürgern die Vermutung, dass dies mit dem Wählamt zusammenhänge. Wie Oberfeld dazu ausführt, sei ihm geschildert worden: „Da waren so komische ,Stangerln‘ drauf.“ Anzunehmen war, so der Salzburger Umweltmediziner weiter, dass es sich um eines der Mitte der Achtziger bis Ende der Neunziger Jahre betriebenen C-Netze (Autotelefonnetz) handelte. Er habe versucht, technische Daten über die ursprünglich von der Post betriebene und später an die Mobilkom übergegangene Anlage zu bekommen. (Dieses System wurde 1997 abgeschaltet, Aufzeichnungen über Sendedaten wurden gelöscht.)
Ein ehemaliger Techniker der Post habe den Betrieb einer C-Netz-Anlage bestätigt, am Anfang seien es zwei, später vier Kanäle gewesen. Ein Foto, das auch in den Zeitungen abgebildet war, stammt aus 1994, „aus dem hervorgeht, dass es ein D-Netzsender ist“.
Für seine Krebsstudie habe er angenommen, dass die Anlage von 1984 bis 1997 betrieben worden sei. Was die Krebsfälle betreffe, „war auffällig, dass es im Umkreis von 200 Metern ein signifikant höheres Vorkommen an Krebsfällen gab“, vorwiegend von Brustkrebs und Gehirntumoren, die sehr selten sind. Anfang 2008 habe er die Studie fertig gestellt, kurz darauf habe Mobilkom in einer Pressekonferenz darauf reagiert und behauptet, dass es den Sender nie gegeben habe.
 


 

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