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SF14/05 UMTS: Vorsorgewert „kalt abgeschossen“
Umweltmediziner fordert Begleitstudie zu Netzausbau
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Das Salzburger Mobilfunknetz wird bis Jahresende um 260 Anlagen erweitert. Begleitende Forschung sei nun das Mindeste, was getan werden muss, meint der Salzburger Umweltmediziner Gerd Oberfeld.
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 Schon bisher wurde der „Salzburger Vorsorgewert“ immer wieder überschritten, meint Umweltmediziner Gerd Oberfeld. „Mit UMTS wird es nicht besser werden“.
Foto: Tschandl |
Jahrelang hat sich die Stadt Salzburg gegen einen Wildwuchs an Handymasten und das Überschreiten des „Salzburger Vorsorgewertes“ (ein Milliwatt pro Quadratmeter) gewehrt. Doch die Mobilfunkbetreiber haben die Oberhand behalten: Bis Jahresende wird die UMTS-Technologie zum Internet-Surfen am Handy problemlos im gesamten Stadtgebiet verfügbar sein. 260 neue Sendeanlagen werden dafür gebraucht, die aber großteils auf den bestehenden Masten angebracht werden können. Landesumweltmediziner Gerd Oberfeld hat die Bürgerinitiativen gegen Handymasten und Strahlenbelastung in den vergangenen Jahren mit seinem Fachwissen unterstützt. Das Einlenken der Stadt hat für ihn rechtliche Gründe. Denn für die Festsetzung der Grenzwerte sei der Bund zuständig. Der Salzburger Vorsorgewert sei eine „jahrelange Fiktion“ und „immer wieder überschritten“ worden, so Oberfeld. Mit Ausnahme des Ortsbildschutzes habe die Stadt kein Druckmittel gegen das Errichten neuer Anlagen. „Die Umsetzung des Wertes ist bei einzelnen Netzbetreibern nie gelungen“, erklärt der Mediziner.
Kopfschmerzen und sogar Depressionen
Außerdem hätten es die Netzbetreiber geschafft, Salzburg als isoliert hinzustellen, weil mit dem Vorsorgewert UMTS nicht möglich sei. „Der Wert ist, auf gut deutsch, kalt abgeschossen worden.“ Doch schon das herkömmliche GSM-Netz berge gesundheitliche Risiken, wie mehrere Untersuchungen belegt hätten. Die Symptome reichen dabei von Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen bis zu Herzrhythmusstörungen und Depressionen. Oberfeld: „Bei GSM gibt es unangenehme Erfahrungen, besser wird es mit UMTS nicht werden.“ Der Mediziner fordert deshalb eine Begleitstudie zum Ausbau des Salzburger Netzes. „Das ist das Mindeste, was man den Menschen schuldig ist“.
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