13.03.2010  Impressum Mediadaten Anzeigenpreise Offenlegung Geschäftsbedingungen Reichweiten Medienberatung/Kontakte



Werbung:

Home > 10/08 > Lokales > Archiv >

SF10/08
Pinzgau erhält ersten mobilen Sozialmarkt

Österreichweit einzigartiges Modell

Ein ehrgeiziges Projekt startet die Sozialeinrichtung „Laube“ mit April: Im Pinzgau werden Menschen mit geringem Einkommen über einen mobilen Sozialmarkt versorgt.


Der erste „fahrende Sozialmarkt“ Österreichs: Pinzgauer Gemeinden werden ein Mal pro Woche über diesen umgebauten Transporter versorgt. / Foto: Laube GmbH.
Der erste „fahrende Sozialmarkt“ Österreichs: Pinzgauer Gemeinden werden ein Mal pro Woche über diesen umgebauten Transporter versorgt. / Foto: Laube GmbH.

Es ist vollkommen neu in Österreich und könnte zum Vorbild-Modell werden: Ein „fahrender“ Markt für sozial Schwache in den Pinzgauer Gemeinden. Nach den bereits bestehenden Sozialmärkten in Salzburg und Hallein (für den Tennengau) wird das Projekt nun regional ausgeweitet.
Ab April fungiert ein umgebauter Transport-Bus im Wert von rund 40.000 Euro (gespendet von dem bekannten Mäzen Senator Otto Wittschier) als mobiler Einkaufsmarkt, mit Produkten des täglichen Bedarfs, – aber um ein Drittel bis zur Hälfte billiger als der übliche Diskontpreis. In den Gemeinden Bruck, Leogang, Kaprun, Mittersill und Saalfelden wird das Marktauto ein Mal pro Woche an einem gut zugänglichen Platz Station machen. Zudem wird der Sozialmarkt in Zell am See-Schüttdorf bei der Sozialeinrichtung „Samba“ seinen fixen Standort haben und drei Tage pro Woche geöffnet sein.
Brigitte Buchacher, Projektkoordinatorin bei der Laube GmbH., die nach dem Halleiner Sozialmarkt auch das Pinzgau-Modell führen wird: „Die KundInnen werden immer mehr. Es gibt viele Menschen, die auf den Kauf günstiger Produkte dringend angewiesen sind. Wenn man allein an den Preis von einem Laib Brot von zwei Euro und mehr denkt: davon wird eine Familie noch nicht einmal satt, da ist ja auf dem Brot noch nichts drauf.“
Betroffene Menschen müssten oft unter „entwürdigenden Bedingungen“ den täglichen Lebensunterhalt bestreiten, wie zum Beispiel MindestpensionistInnen. Es sei Zeit, ein solches Zeichen zu setzen, und mit dem mobilen Markt könne man auch die Menschen in den Landgemeinden erreichen, bekräftigt Laube-Geschäftsführer Alois Autischer-E.Norman.
Wie bereits bei den bestehenden Sozialmärkten stammen die Spenden für den Markt von Einzelhändlern und aus Supermärkten, die ihre – nach wie vor für den Konsum geeigneten – Produkte aus dem Verkauf nehmen (Spender werden noch dringend gesucht, ebenso wie MitarbeiterInnen für den mobilen Markt). Damit würde Ware auch verwertet statt entsorgt, heißt es bei der Laube.
Wie für alle anderen Sozialmärkte gilt auch für den mobilen Verkauf ein geregelter und kontrollierter Ablauf (Einkommensnachweis), um Missbrauch zu vermeiden. Und in dem Sozialmarkt-Projekt werden zudem Menschen beschäftigt und integriert, die auf dem herkömmlichen Arbeitsmarkt keine Chance zur Beschäftigung finden.

Infos: Tel. 06542 – 53 2 64, www.laube.at, laubemarkt@laube.at
 
DS


 

[   Seite weiterempfehlen   |   Seite zu Favoriten hinzufügen   |   Druckversion   ]