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SF05/10 Junge Frau aus Sri Lanka sucht hier Au-Pair-Job
Engagierte Salzburgerin will über das SF eine Gastfamilie finden
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Die 23-jährige Mary S. (Name geändert) aus Sri Lanka möchte in Österreich als Au Pair arbeiten. Von einer Salzburgerin wird sie dabei sehr unterstützt. Bisher haben die Frau und ihr Schützling jedoch eine bürokratische Odyssee erlebt, ein Jobangebot ist daran bereits gescheitert.
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 Mary S. (Name geändert, links im Bild) aus Sri Lanka würde gerne als Au Pair in Salzburg arbeiten. Bürokratische Hürden haben dies bisher verhindert. Foto: Privat
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Seit fast einem Jahr setzt sich die knapp 60-jährige Ingrid L. aus Salzburg sehr rührig für eine junge Frau aus Sri Lanka ein: Die 23-jährige Mary S. möchte einreisen und hier als Au Pair arbeiten. Ihre Salzburger Helferin kümmert sich um die notwendigen Genehmigungen und bemüht sich um eine Gastfamilie für ihren 23-jährigen Schützling.
Mary S. (Name geändert) aus Sri Lanka erfüllt die besten Voraussetzungen: Sie hat eine Ausbildung, die unserer Matura gleich kommt. Sie hat einen Deutschkurs abgeschlossen, der die junge Frau ein Monatsgehalt von rund 60 Euro gekostet hat. Und sie hat sich auch mit der österreichischen Kultur vertraut gemacht, bestätigt Ingrid L., die den Kontakt zur Familie in Sri Lanka über eine Hilfsaktion in den 90er Jahren hergestellt hat.
Eine Vermittlung über eine große österreichische Au Pair-Agentur sei bislang nicht möglich gewesen, sagt Ingrid L. Sie will deshalb über das SF eine Gastfamilie für Mary S. finden. Bisher haben die Salzburgerin und ihr Schützling eine bürokratische Odyssee ohne Erfolg hinter sich: Bereits im April des Vorjahres wandte sich die Salzburgerin schriftlich an die österreichische Botschaft in Neu Delhi, ersuchte im Außenministerium um Auskünfte für die Modalitäten zur Einreise der 23-jährigen jungen Frau. Ingrid L.: „Ich habe monatelang nichts gehört, es war ein einziges Kasperltheater an Bürokratie.“
Im Juli erst wird die Salzburgerin über die genauen Bestimmungen informiert, bei der Fremdenpolizei der BH Salzburg-Umgebung wird ein elf Seiten langes, vorgeschriebenes Konvolut erstellt, eine Bescheinigung vom AMS beigebracht, eine Krankenversicherung für Mary S. abgeschlossen. Im September des Vorjahres hätte das Mädchen einen Job bei einer Familie im Flachgau antreten können. Aber, so Ingrid L.: „Am Ende war alles zu spät und die ganze Mühe für Katz’, obwohl wir alle Anforderungen erfüllt haben, die das Gesetz verlangt.“
„Mühe umsonst“
Bis heute darf Mary S. nicht ins Land. Es reicht nicht aus, die Unterlagen für die Einreise in ihrer Heimat beim österreichischen Honorarkonsulat im Colombo auf Sri Lanka einzureichen. Die junge Frau müsste dafür nach Südindien reisen oder ins 3900 Kilometer entfernte Neu Delhi, um dort ihren Antrag persönlich bei der österreichischen Botschaft einzubringen. Das alles bedeutet für Mary S. wieder Kosten und Aufwand („Sie müsste auch übernachten“), für „menschenverachtend“ hält Ingrid L. den Gesetzes- und Behördendschungel. „Die Latte liegt so extrem hoch.“
Bei der BH-Salzburg-Umgebung wird bestätigt, dass es meist „einer Odyssee“ gleichkomme, bis die Menschen ins Land dürfen. Für die Visa-Anträge sei es allerdings unbedingt notwendig, sich an eine österreichische Botschaft im Ausland zu wenden. Es müsse ein „Sichtvermerk“ im Pass angebracht werden, für den nur eine Botschaft die Befugnis habe. Ein Honorarkonsulat habe nicht die gleichen Befugnisse. Die Formulare für einen Antrag seien sehr umfangreich und die Wege oft sehr weit, wenn sich keine Botschaft in dem betreffenden Land, wie in Sri Lanka, befinde. Aber auch in Russland müssten Antragsteller „oft 1500 Kilometer bis nach Moskau“ zurücklegen, heißt es bei der BH. Für die Arbeit als Au Pair könnte die junge Frau maximal ein Jahr lang eine Genehmigung erhalten.
Ingrid L. will nicht aufgeben, Mary S. zu einer Einreise zu verhelfen und zu einer zweiten Chance als Au Pair. „Vielleicht findet sich hier eine andere Gastfamilie für die besonders nette, junge Frau“, so die engagierte Ingrid L. (Telefonkontakt: 0650 – 786 29 77). |
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