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SF05/10 In jedem Fall über den Gaisberg?
Bei Koppl könnten zwei 380-kV-Trassen in die engere Wahl kommen
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Die Stromautobahn wird das Koppler Gemeindegebiet wohl in jedem Fall treffen. Anrainer glauben zudem, dass auch der Gaisberg „überfahren“ werden wird.
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 Heftige Proteste gegen die aktuelle Trassenführung der Stromautobahn in Koppl, unterstützt von der Salzburger Stadtregierung: Die Trasse werde „unsensibel durch die Erholungslandschaft geführt“. Foto: privat (Bild-Montage) |
Der Verbund (Austrian Power Grid AG) informiert derzeit auf einer Bustour in den potenziellen Anrainer-Gemeinden über die geplante Trassenführung der
380-kV-Freileitung von Elixhausen nach Kaprun. In Koppl kamen rund 50 BürgerInnen zur Veranstaltung.
Die aktuellste Verbund-Variante, die Trasse über Guggenthal und den Nockstein auf den Gaisberg, sorgt bekanntlich für Aufregung (siehe SF 03/2010). Nach Ansicht von Koppler Anrainern könnten allerdings nur noch die besagte Trasse und eine weitere Variante in die engere Wahl kommen. Denn die Trassenführung des EU-Vermittlers Adamowitsch (in diesem Fall wäre Koppl nicht betroffen) wird offenkundig vom Verbund nicht favorisiert. Ein Anrainer: „Entlang der alten 220-kV-Trasse kann man nicht fahren, weil zu viel Siedlungsgebiet von Eugendorf betroffen wäre. Bleibt nur noch die Variante aus dem Jahr 2008, wo man von Eugendorf und Plainfeld über die alte Skitrasse auf den Nockstein und von dort quer über den Rücken des Gaisbergs fährt.“ In beiden Fällen wäre das Salzburger Naherholungsgebiet des Gaisbergs betroffen. Wogegen die Salzburger Stadtregierung heftig protestiert. Die Trasse werde „unsensibel durch die Erholungslandschaft geführt“ und solle zurückgezogen werden. In der Gemeinde Koppl wartet man auf die Vorlage einer diskutablen Trassenführung durch den Verbund. Es gelte der Gemeindevertretungs-Beschluss, wonach im Gemeindegebiet zu verkabeln sei.
Vom Verbund wird angeführt, dass es in jeder Gemeinde mehrere Varianten gebe und derzeit – auch in Koppl – keine in die engere Wahl komme, und selbst wenn, so sei dies zum jetzigen Zeitpunkt „nicht für die Öffentlichkeit bestimmt“, so Salzburg-Projektleiter Helmut Tamerl. Man sei mitten „im Dialogprozess“. |
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