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SF04/10 Unkener Bergfex auf Sechstausender-Jagd
Pinzgauer Bergfreund erfüllt sich einen Lebenstraum
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Der Unkener Markus Prechtl möchte zum 60. Geburtstag 60 Sechstausender „vollmachen“. 16 hat er schon, die noch fehlenden 44 werden in den nächsten zehn Monaten in Südamerika bestiegen. Begleitet wird er auf einzelnen Etappen seiner Tour abwechselnd von Bergkameraden aus Salzburg, Tirol und Bayern.
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 Markus Prechtl bei einer Tour auf den Ortler (3905 m) im Grenzgebiet zwischen Südtirol und der Schweiz. Fotos: Privat |
Die Idee zu dieser Tour hat Markus Prechtl eigentlich von einem Schweizer übernommen. Als er vor einigen Jahren davon gehört hat, wusste er: „Das möchte ich auch machen.“ Jetzt ist es soweit, der Unkener „Bergfex“ erfüllt sich seinen Lebenstraum: Er möchte zum 60. Geburtstag 60 Sechstausender „vollmachen“. 16 hat er schon, die noch fehlenden 44 werden in den nächsten zehn Monaten in Südamerika bestiegen. Am 1. Februar ist er mit dem Flieger Richtung Kolumbien aufgebrochen, von wo ihn die Reise – ausgerichtet nach den jeweiligen Klimazonen – von Norden nach Süden und wieder retour führen wird. Auf der Route eingeplant sind Sechstausender in Ecuador, Argentinien („Da gibt’s die meisten“), Chile, Peru und Bolivien. Seine Rückkehr hat Markus Prechtl für Anfang bis Mitte Dezember 2010 festgelegt. Begleitet wird er auf verschiedenen Etappen seiner Tour abwechselnd von Freunden aus Salzburg, Tirol und Bayern. Auch drei Bergsteigerprogramme wird es geben, wie etwa „Schibergsteigen in Chile“ (nähere Infos unter www.alpamayo.at).
Zwei Mal im Jahr auf großer Tour
Dabei hatte es im Sommer 2009 schon fast so ausgeschaut, als ob sein Lebenstraum doch noch platzen könnte: Markus Prechtl wurde mit Verdacht auf TBC ins Krankenhaus eingeliefert. Gott sei Dank hat sich die Erkrankung dann „nur“ als Lungenentzündung herausgestellt. Speziell vorbereitet habe er sich nicht, sagt Markus Prechtl. Das Akklimatisieren passiere während des Reisens. „Nur im November war ich in Nepal, damit ich die Kondition nicht verlier“, schmunzelt er. Seit seinem 16. Lebensjahr ist der pensionierte Zöllner am liebsten in den Bergen unterwegs – und da hat sich einiges angesammelt an Höhenmetern. In Südamerika und Nepal hat er bisher 16 Sechstausender und „zum Drüberstreuen“ auch noch etliche Fünftausender bestiegen. Dazu noch ein paar Siebentausender sowie den mit 8047 Metern zwölfhöchsten Berg der Erde, den Broad Peak an der Grenze zwischen Pakistan und China. Mindestens zwei Mal im Jahr bricht Markus Prechtl zu einer größeren Tour auf. Nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Mountainbike oder den Tourenskiern, etwa ins Taurusgebirge in der Türkei.
In Südamerika wird er die gesamte Strecke mit seinem umgebauten Kia Pregio-Lkw unterwegs sein, in dem er auch schlafen wird. Angst vor Überfällen hat er keine. Ein ganzes Jahr hat er sich intensiv im Internet oder in Führern informiert und auch direkten Kontakt mit Leuten in Südamerika gesucht. „Ich habe einfach an Hotels, Campingplätze oder an Auswanderer geschrieben und mich nach den Bedingungen erkundigt. Vor allem bei Leuten, die selber gerade dort unterwegs sind, kann man super erfragen, wo es sicher ist“, sagt er.
 Zehn Monate wird der Unkener Markus Prechtl mit seinem umgebauten Kia Pregio-Lkw in Südamerika unterwegs sein, um sich zum „60-er“ einen Lebenstraum zu erfüllen. |
Schlimme Erlebnisse, die man nie vergisst
Dass es auch zu gefährlichen Situationen auf dem Berg kommen kann, daran will der Unkener nicht denken. Erlebt hat er in all den Jahren bereits mehrere. Einmal wurde er bei einem Steinschlag in Russland schwer verletzt. Noch heute erinnert eine hervorstehende Rippe daran. Das schlimmste Erlebnis aber hatte er 2002. „Auf dem höchsten Berg in Peru, dem 6768 Meter hohen Huascaran, kam es zu einem Lawinenunglück mit vier Toten. Ich musste mit ansehen, wie die Leute in die Tiefe gerissen wurden“, erinnert sich Markus Prechtl. Gemeinsam mit peruanischen Trägern hat er die Toten ausgegraben. Einer lag in 22 Metern Tiefe im Schnee begraben. „Das vergisst man sein ganzes Leben nicht“, sagt er nachdenklich.
Und was sagt eigentlich Ehefrau Gerlinde zu ihrem abenteuerlustigen Gatten? „Sie unterstützt mich in jeder Hinsicht. Aber man braucht auf jeden Fall eine sehr verständnisvolle Frau“, so Markus Prechtl.
Regelmäßige Reiseberichte können alle Interessierten unter www. alpamayo.at nachlesen.
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