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SF04/10
Newcomer 2010: Auf dem Sprung ins internationale Film-Biz

Chancenreiche Newcomerin für’s mitteleuropäische Filmgeschäft: Sabrina Reiter könnte heuer mit ihrer ersten Rolle in einer deutsch-österreichischen Produktion im internationalen Filmbusiness dauerhaft Fuß fassen. Album-Cover für eine Band, Shooting für einen Schlagerstar: Reiter macht 2010 auch als Fotografin von sich reden.

Bei einer Party im Lokal „Republic“ drückte ihr jemand einen Flyer für ein Film-Casting in die Hand: Die Zahnarzthelferin Sabrina Reiter, 26, machte sich daran, ihren Traum von der Schauspielkarriere zu erfüllen. Sie bewarb sich für die Rolle der Maturantin Nina im österreichischen Horror-Film „In 3 Tagen bist Du tot“ – und wurde genommen. Der Streifen rund um Mordanschläge auf Ninas Clique wurde der erfolgreichste heimische Film 2006. Reiter reüssierte 2007 zum Berlinale-Shooting-Star. Die Karriere der Salzburgerin ging bereits steil bergauf – jetzt könnte sie dauerhaft im mitteleuropäischen Filmgeschäft Fuß fassen. „Ich habe vielleicht die Möglichkeit, heuer in einem internationalen Filmprojekt mitzuspielen“, erzählt die in Wien lebende Schauspielerin bei einem Salzburg-Kurzbesuch dem SF. Zu viel darf sie noch nicht verraten, doch so viel steht fest: Es handelt sich um eine deutsch-österreichische Co-Produktion, in der Reiter eine größere Rolle übernehmen könnte. Ob sie diese bekommt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Reizvoll an solch einer Produktion ist „die andere Arbeitsweise: Das Set ist größer, es gibt auch mehr Budget“, meint Reiter. Um für den möglichen Karrieresprung gerüstet zu sein, macht sie eine Sprech-Ausbildung in Berlin. Ihre Trainerin Ursula Gompf trainierte das perfekte Filmdeutsch bereits mit Stars wie Ben Becker, 45, der den Tod im „Jedermann“ spielt. „Ich muss das E üben, da schlägt bei mir öfter noch der Salzburger Dialekt durch. Es heißt z. B. nicht ,Heaz’, sondern Herz“, erzählt sie schmunzelnd.


Fotografie-Ausbildung

Das Filmgeschäft ist kein einfaches Metier. „Es gibt Monate, da macht man fünf Castings, und in manchen Monaten macht man nichts. Als Schauspielerin verdient man nicht schlecht, aber oft wird vergessen, dass wir länger mit dem Geld auskommen müssen“, erzählt sie; ein Insider schätzt, dass Reiter pro Drehtag zwischen 1.000 und 2.000 Euro bekommt. Um nicht vom Schauspielberuf abhängig zu sein, ist Reiter verstärkt als Fotografin tätig (mehr im Kasten). „Ich fotografiere sehr gerne und überlege, ob ich im Herbst eine professionelle Ausbildung im Bereich Fotografie an der ‚Bildenden’ (Anm.: Akademie der Bildenden Künste) in Wien machen soll“, erklärt sie.



Sohn veränderte Leben

Mit ihrer Rolle als Mutter – Sohn Finn ist zweieinhalb – könnte sie das vereinbaren: Ab Herbst geht der Kleine in den Kindergarten, und auch sonst hat die junge Mutter viel Unterstützung durch die Familie, Kindermädchen Joana und Freund Daniel. Finns Vater ist der Jungschauspieler Laurence Rupp, 22. Reiter und er waren von 2006 bis 2008 ein Paar. „Laurence und ich haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis. Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen. Er ist ein toller Vater, kümmert sich um den Kleinen.“ Finn veränderte ihr Leben: „Die Prioritäten sind anders: Zuerst Familie, dann Beruf. Sollte sich eine Rolle ergeben, dann wird es gut für mein Leben sein.“

 
Paul Buchacher


 

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