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SF03/10 Katastrophenhilfe: Salzburger Forscher werten Satellitenbilder von Haiti aus
Schadens-Analyse aus dem Weltraum im Gesamt-Überblick – Uni Salzburg unterstützt Hilfsorganisationen
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Das Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS) der Universität Salzburg ist an der Auswertungen der Passierbarkeit von Straßen und ersten Schadensanalysen nach dem Erdbeben in Haiti beteiligt.
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 Eine Schadensana-lyse des vom Erdbeben betroffenen Ortes Carrefour in Haiti ist auf der Grundlage von Satellitenbildern möglich. Foto: GeoEye |
Die Einsatzkräfte im Katastrophengebiet sind darauf angewiesen, aktuelle Informationen über befahrbare Straßen zu erhalten und auch darüber, wo die Menschen Güter, Lebensmittel und Medikamente am dringendsten benötigen. Nur so kann effizient Hilfe geleistet werden.
Diese Informationen werden von einem internationalen Wissenschaftler-Netzwerk (Projekt G-MOSAIC), an dem auch Geoinformatiker der Universität Salzburg beteiligt sind, erhoben. „Wir bereiten höchstauflösende Satellitenbilder so auf, dass wir wichtige Informationen über die Zerstörungen analysieren und weitergeben können“, erklärt der Geoinformatiker Dirk Tiede von der Universität Salzburg. Diese Analysen werden an die Einsatzkräfte vor Ort geschickt.
Dafür werden Satellitenbilder vor dem Erdbeben mit jenen danach abgeglichen, um die Gebiete mit den größten Zerstörungen ausfindig zu machen. Die Vorher-nachher-Bilder müssen genau aufeinander passen, die Wissenschafter bezeichnen das als „co-registrieren“. Erste Ergebnisse – detaillierte Bilder von dem Ort Carrefour, ein westlich von Port au Prince gelegener Vorort – liegen vor.
Satellitenbilder immer genauer
„Der Ort ist sehr dicht, von einer eher ärmeren Bevölkerungsschicht besiedelt. Es gibt viele kleine Hütten“, sagt Tiede. „Wir wissen jetzt, wo das Erdbeben dort am meisten zerstört hat und haben unsere Ergebnisse bereits weitergeleitet.“ Neue Anfragen werden derzeit bearbeitet. Als nächstes analysieren die Wissenschaftler Satellitenbilder der Orte Leogane und Jacmel. Auch wenn es in Haiti nach wie vor Probleme bei der Verteilung der Lebens- und Hilfsmittel gibt: „Die Datenlage ist besser, als sie etwa bei Erdbeben in Pakistan oder China war“, so Tiede, denn die Qualität der Satellitenbilder wächst. „Sie sind so hoch aufgelöst wie noch nie, es kann bis auf einen halben Meter hineingezoomt werden. Außerdem werden sie von den Satellitenbetreibern zum Teil kostenlos zur Verfügung gestellt.“
Zentrum für Geoinformatik
Die Geoinformatik beschäftigt sich mit der Zusammenführung und Visualisierung verschiedenster geografischer Informationen – von Erdbeobachtungsdaten bis hin zu sozioökonomischen Daten für praktische Anwendungen. Mit Angeboten wie Google Earth sind Geoinformationssysteme auch alltagstauglich geworden.
Das Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS) der Universität Salzburg forscht insbesondere in den Bereichen Umwelt- und Ressourcen-Monitoring, Katastrophenmanagement sowie Sicherheit und Stabilität. |
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