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SF04/10
Stefanie Proske (Hrsg.): Kaffeehaus-Brevier

Was hat Leo Trotzki mit Friedrich Torberg gemein? Was Else Lasker Schüler mit Egon Erwin Kisch? Sie alle waren Anhänger der Kaffeehaus-Kultur, mehr noch, sie lebten diese Kultur und begriffen sie als unerlässliche Bedingung für ihre schriftstellerische Produktivität, als Elixir ihres Lebens. Stefanie Proske hat in diesem liebevoll aufgemachten Bändchen unterschiedliche Texte zusammengetragen, Essays, Parodien, Erinnerungen, in denen Kaffeehausliteraten sich mit ihrer „zweiten Heimat“ auseinandersetzen. Die Vielzahl ihrer Stimmen ergibt eine höchst bekömmliche Melange aus einer legendären Epoche, in der in den ersten dreißig Jahren des vorigen Jahrhunderts in den Metropolen Berlin, Budapest, Prag und nicht zuletzt Wien Kaffeehäuser kulturelle Zentren waren.

Stefanie Proske (Hrsg.): Kaffeehaus-Brevier. Geb., 200 S. Edition Büchergilde, Frankfurt am Main.
15,40.
 


 

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