Lackenkogel – Wahrzeichen des Ennspongaus

Wissen Sie eigentlich, was das geographisch-topographisch Besondere des Ennspongaus ist?

Der Name des östlichen Teils des Pongaus weist bereits darauf hin: Dieser wird nicht über Salzburgs wichtigsten Fluss, die Salzach, sondern über die Enns entwässert. Neben dem Lungau übrigens der einzige Teil des Bundeslandes, wo nicht die Salzach den Abfluss bildet. Heimliches Wahrzeichen des Ennspongaus ist der 2051 Meter hohe Lackenkogel.

Wer auf der Tauernautobahn nach Süden fährt, sieht die grüne Pyramide unmittelbar vor sich aufragen. Oben angekommen stellt man fest: Was der Berg von unten verspricht, hält er aussichtsmäßig oben ein. Eine schöne Halbtagestour ab dem Gasthof Sattelbauer (1283 m) mit prima Aussicht.

  • Knapp unterhalb des Sattelgutes auf der Flachauer Seite ist eine gewaltige Solaranlage zu bewundern. Foto: Thomas Neuhold
  • Schöne und gepflegte Wanderwege leiten auf den Lackenkogel. Foto: Thomas Neuhold
  • Die Lackenalm mit einer der namensgebenden Lacken. Am Horizont: Tennengebirge, Gosaukamm, Dachstein. Foto: Thomas Neuhold

 

Ausgangspunkt

Sattelbauer an der Nordseite des Lackenkogel. Zufahrt über Flachau-Wechslergasse entlang der Wegweiser an einem sehenswerten Solarkraftwerk vorbei. Obacht: Die Straße wird wiederholt von einer Downhill-Bikeroute gequert!

Route

Vom Sattelbauer direkt nach Süden (Wegweiser). Der Waldweg quert die Forststraße mehrmals bis er auf die Almstraße zur Lackenalm (1632 m) trifft. Nun folgt man der Straße gemütlich in den Lackenalmsattel (Wegweiser, Kreuz, 1700 m).

Vom Sattel weiter durch lichten Lärchenwald südwärts, dabei wird die Westseite des Berges gequert. Schließlich mündet der Steig in den Verbindungsrücken vom Lackenkogel nach Süden (Lackenkogelsattel, 1945 m) und man wandert durch ein Latschenfeld nordwärts auf den weit ins Tal vorgeschobenen Gipfel. Abstieg wie Anstieg.

Variante

Eine ausgesprochen lohnende Höhenwanderung (stabiles Schönwetter, Vorsicht bei Gewitter) ergibt sich vom Lackenkogelsattel weiter nach Süden über den Hinterkogel (1922 m) zum Roßkopf (1929 m) im Skigebiet Zauchensee (hierher ca. zwei Stunden). Dann nach Zauchensee absteigen.

Für diese Variante ist es freilich günstig direkt beim Wirtshaus Neuhäusl (950 m) an der Zauchensee-Straße zu starten und gleich zu Fuß zum Sattelbauer aufzusteigen. Wer dann in Zauchensee schon ein Fahrrad deponiert hat, wird zudem noch mit einer schönen Abfahrt bis zum Pkw belohnt. (Routenbeschreibung siehe Literaturtipp.)

Wissenswertes

Anforderung: Einfache Bergwanderung, 800 Höhenmeter und 2 Stunden im Anstieg.

Ausrüstung: Wanderausrüstung.

Karten: Kompass Nr. 31, „Radstadt-Schladming-Flachau“, 1:50.000.

Literatur: Sepp Brandl, „Dachstein-Tauern-West“, Verlag Rother, München 2012.

Einkehr: www.sattelbauer.at

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