Salbei und Salz sorgen für Harmonie im Mund

Bei Entzündungen im Mundraum hilft die Natur auf einfache Art und Weise: Mit einem Tee aus Salbei und Salz.

Der Salbei ist ja eine kraftvolle Pflanze: dicke, fast unverwüstliche Blätter schimmern uns ein wenig silbrig entgegen. Er ist kaum zu trocknen, so gut kann er mit Trockenheit umgehen. Da braucht es schon wirklich warme Luft, um seine Blätter rascheltrocken zu kriegen. Dafür, so habe ich das Gefühl, speichert er die Wärme in sich, und gibt sie wieder an mich ab, wenn ich seinen Tee trinke.

Eine meiner Lieblingskombinationen ist Salbei und Salz. Wenn ich Entzündungen im Mund oder Hals habe,  bringe ich die beiden zusammen. Zuerst löse ich die Gerbstoffe aus dem Salbei. Dazu braucht es kochendes Wasser und Zeit, denn diese lösen sich nur langsam bei großer Hitze. Ich koche einen starken Salbeitee und lasse ihn 15 bis 20 Minuten ziehen. Dann koste ich mal, und wenn mir der Tee im Mund alles zusammenzieht ist er gerade richtig. Dann löse ich Steinsalz darin auf, und zwar soviel, wie die Bakterien der Schleimhäute gerne mögen. Das ist  bei einem Viertelliter Tee ein Teelöffel Salz. Aber es muss wirklich Natursalz sein, weil das übliche Speisesalz Jod enthält und das tut den Bakterien weniger gut.

Wer sich wie ich die Gurgellösung gleich für mehrere Tage vorrätig herstellen möchte, der macht einen Viertelliter noch stärkeren Salbeitee und gibt vier Esslöffel Salz dazu. Damit ist die Salbeisole haltbar. Bei der Verwendung dann 1:10 mit Wasser verdünnen.  Diese Salbei-Sole ist nun ein hervorragendes Gurgel- und Mundspülmittel. Die Gerbstoffe aus dem Salbei gerben die oberflächlichen Eiweiße der Schleimhaut. Dadurch entsteht das trocknende Gefühl im Mund und Entzündungen heilen schneller ab. Das Salz schafft zudem ein Milieu, in dem sich die Bakterien der Mundflora so richtig wohl fühlen!

Von Karin Buchart

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