Die Eisheiligen als Bösewichte

Sind die Balkonblumen schon sicher? Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie – die Eisheiligen kennt in unseren Breiten jedes Kind.

Landwirte und Gärtner fürchten sich am meisten vor späten Nachtfrösten. Was ist dran – wird es da wirklich noch einmal so kalt? In den Klimastatistiken findet sich eine eindeutige Antwort: Ja, es wird!

Wie zu erwarten ist, steigen die durchschnittlichen Temperaturen im Lauf des Monats Mai an. Es zeigt sich dabei aber kein stetiger Anstieg, sondern eine recht markante Delle in der Temperaturkurve. Diese Unterbrechung der frühsommerlichen Erwärmung tritt allerdings nicht zu den Eisheiligen laut Kalender auf, sondern sieben bis zehn Tage später.

Dies hat wohl einen rein rechnerischen Grund: Aufgrund der gregorianischen Kalenderreform des Jahres 1582 müssten alle Bauernregeln, die Lostage beinhalten, um zehn Tage verschoben werden, sofern sie – wie eben die Regel der Eisheiligen – vor der Reform entstanden sind.

Die Wahrscheinlichkeit für Kaltlufteinbrüche ist somit nicht zwischen 12. und 15. Mai, sondern zwischen 20. und 24. Mai deutlich erhöht. Verursacht wird der in der Mehrzahl der Jahre auftretende Temperaturrückfall durch einen Kaltluftvorstoß aus polaren Regionen. Nicht nur die Hoffnung auf warmes Frühsommerwetter muss sich manchmal den Eisheiligen beugen – sondern auch junge und empfindliche Pflanzen.

Tatsächlich ist auch heuer um die Monatsmitte kühlere Luft auf dem Weg nach Salzburg. Im Moment schaut es aber danach aus, dass es nur in Westeuropa richtig frisch wird. Geranie, Begonie, Engelstrompete und Co sollten also vor Frost verschont bleiben.

Das Wetter diese Woche

Bis Wochenmitte hält das meist sonnige und  stabile Wetter  an. Ab Donnerstag kommen Wolken und Schauer ins Spiel.

Aktivitätstipp

Landwirte dürfen gute Bedingungen für den Grasschnitt erwarten, Hobbygärtner können schon an das Auspflanzen empfindlicher Setzlinge denken. Für die Fauleren gehen sich nachmittags ein paar Stunden im Freibad aus.

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