Der wasserreiche Bärenpfad

Frühling ist’s und das Schmelzwasser rinnt von allen Hängen und füllt die Bäche.

Auch dann noch, wenn der sichtbare Schnee schon abgetaut ist, tritt das Wasser aus den Fugen der Felsen und aus dem vollgesogenen Boden. Der Bärenpfad – eine wanderbare Verbindung von Strobl nach Bad Goisern – führt uns in eine ziemlich urtümliche, vom Wasser geformte Landschaft. Schluchten, tiefe Gumpen und dazu gurgelnde, spritzende Bäche prägen die Szenerie unter dem frühlingshaft grünen Blätterdach.

  • Wo der Waldhonig herkommt - Bienenstock im Kammersbachtal. Foto: Thomas Neuhold
  • Rinnkogel, Meistergupf, Bergwerkskogel - prominente Namen über dem Werkstattgraben. Foto: Thomas Neuhold
  • Das Goldbrünnl knapp unter dem Bärenpfadsattel. Foto: Thomas Neuhold

 

Ausgangspunkt

Abzweigung Sulzaustraße von der Postalmstraße. Zufahrt über die Postalmstraße von Strobl (Maut) bis zur ersten Kehre (725 m, Wegweiser).

Route

Die Wanderung folgt der gesperrten Straße flach taleinwärts parallel zum Kammersbach bis zur Sulzaustube. Hier mündet der Anstieg von der Postalm-Mautstelle herauf und hier zweigt der Abstieg auf den Rinnkogel ab. (Wer direkt von der Mautstelle weggeht, sollte 30 bis 40 Minuten mehr kalkulieren.)

Von der Sulzaustube geht es weiter flach nach Süden bis der Weg langsam steiler wird und parallel zur sehenswerten Schlucht „Werkstattgraben“ auf Ost dreht. Die Straße wird dann wieder flacher, bis bei einem Bachbett (940 m) der Bärenpfad die Straße verlässt.

Nun auf dem kleinen – offensichtlich nicht häufig begangenen Steiglein durch Wald und Gebüsch parallel zum Talboden nach Nordosten bergauf, dann steiler in Kehren nach Süden am Goldbrünnl vorbei auf den Bärenpfadsattel (1300 m, Landesgrenze Salzburg/Oberösterreich, Wegweiser).

Der Bärenpfadkogel (1333 m) liegt südwestseitig des Sattels und ist weglos in wenigen Minuten erreichbar. Die Latschen im Gipfelbereich sind ausgeschnitten. Abstieg wie Anstieg.

Variante

Reizvoll ist auch die Überschreitung von Strobl/Postalmstraße nach Bad Goisern. Der Pfad führt vom Sattel anfangs etwas steiler nach Osten hinunter, bis er in der Traunbachau auf eine Straße trifft. Dieser folgt man nach Osten bis Goisern.

Obacht: Bei der Kreuzung Brunntalalm (640 m) unbedingt den orographisch rechten Ast der Forststraße talauswärts nehmen, der linke führt zwar auch nach Goisern, man geht aber hier das gesamte Dürrenbachtal aus.

Wissenswertes

Anforderung: Einfache Wanderung, 700 Höhenmeter im Anstieg. Gesamt zirka 4 Stunden. Überschreitung nach Bad Goisern von der Mautstelle zirka 6 Stunden.

Ausrüstung: Wanderausrüstung.

Karten: Kompass Nr. 20, „Dachstein“, 1:50.000.

Literatur: Clemens M. Hutter, „Wanderatlas Salzburg-Berchtesgaden“, Pustet, 2010. Einkehr: Jausenstation Bergheimat nahe der Mautstelle +43/680/5509424

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