Eine Schule läuft – und (fast) alle laufen mit

Mehr als 150  Ursprunger Schüler joggen nach dem Unterricht.  Das macht den Kopf frei – und stärkt die  Gemeinschaft.

Sport soll keine Schufterei sein, sondern Spaß machen. Am besten funktioniert das in der Gruppe. Läuft man gemeinsam durchs Land, ist die Sache gleich lockerer. Im besten Fall spornt man sich gegenseitig an. Das wissen eine Lehrerin und ein Lehrer von der HBLA Ursprung in Elixhausen. Sportlehrerin Tina Sachs und Betriebswirtschaftslehrer Peter Schroll haben  vorigen Herbst ein Laufprojekt gestartet, das auf  Gemeinschaft setzt. Der Erfolg gibt ihnen recht. Von den rund 350 HBLA-Schülerinnen und Schülern nehmen inzwischen 150 in ihrer Freizeit an den regelmäßigen Lauftrainings teil.

Vier Lauftage pro Woche reichen

Auf die Idee, Laufgruppen ins Leben zu rufen, sind Sachs und Schroll gekommen, als sie im Vorjahr mit einer vierten Klasse  an den Gardasee  geradelt (!) sind. Nun joggen die 150 Jugendlichen gemeinsam mit Erwachsenen aus Lehrerschaft und Sekretariat drei bis vier Mal pro Woche. Damit jeder Fortschritte erzielt, erstellt Turnlehrerin Sachs  Trainingspläne und gibt Dehn-Anleitungen. In vier Leistungsgruppen läuft jeder, wie es seinem persönlichen Niveau entspricht. „Das ist  wichtig und motiviert“, meint Lehrer Schroll. Beim Laufen genauso bedeutend  sind die Ruhezeiten, macht er die Laufbegeisterten immer wieder aufmerksam. Sein Tipp: Vier Lauftage sind in einer Woche ausreichend. Diesen Vorsatz legen Schroll und Sachs den Schülern vor allem für die kommenden Wochen ans Herz. Denn im Moment bereitet sich ein Teil von ihnen für zwei große Veranstaltungen vor: Den Salzburg Marathon  am 6. Mai und den Grabenseelauf am 23. Juni. Ins Visier nehmen die jungen Sportler die  Halbmarathondistanz.

„Wir sitzen eh immer“

Jene Schülerinnen und Schüler, die einfach zum Spaß  bei „Gemeinsam läuft’s besser“ mitmachen, profitieren genauso. Laufen macht den Kopf frei, bietet   perfekten Ausgleich zum Schulalltag und hält fit. Dazu kommt der soziale Aspekt: Gemeinsam zu laufen (in Teamtrikots, die lokale Betriebe gesponsert haben)   stärkt die Gemeinschaft in der Schule. Das bestätigt Marlene Reschreiter  (Klasse 2-UM). „Wir laufen klassenübergreifend. Das macht Spaß und wir lernen uns besser kennen“, so die 16-Jährige.   In der Schule sitze man „eh immer“. Da sei Laufen eine richtige Motivationsquelle. Und, so Marlene: „Man wird echt fitter.“

Von Sabine Tschalyj