Temperatur ist nicht gleich Temperatur

Wie warm oder kalt es ist, empfindet jeder individuell – egal, was das Thermometer sagt. Der Frühling lockt ins Freie.

 

Der Frühling zieht langsam ein: Ein untrügliches Zeichen sind  die ersten Frühjahrsblüher, aber auch erste kurze Hosen und T-Shirts – im Freien. Gerade in den Übergangsjahreszeiten sieht man oft einen interessanten Mix aus Wintermänteln und Sommerbekleidung. Das Wärmeempfinden ist absolut nicht objektiv und hängt nicht nur von vielen Wetterfaktoren, sondern auch vom Alter oder dem Geschlecht ab. So ist es  kein Klischee, dass Frauen meist leichter frieren, sondern biologische Tatsache. Auch die Gewohnheit spielt eine Rolle: Wer im Lungau wohnt, ist sicher andere Tiefstwerte gewohnt als jemand, der in der Stadt Salzburg lebt. Doch bleiben wir beim Wetter: Wenn wir Meteorologen von 20 Grad sprechen, so meinen wir immer „20 Grad im Schatten gemessen zwei Meter über Gras“. Das garantiert  gute Vergleichbarkeit. Im realen Leben fühlt sich die Temperatur aber meist anders an. An einem sonnigen Platz lassen sich +10°C gut im T-Shirt aushalten, kommt dann aber ein  Lüfterl auf und verschwindet die Sonne, beginnt man schnell zu frieren. Ein besseres Maß für das Wohlbefinden ist die „gefühlte Temperatur“, welche nicht nur Lufttemperatur, sondern auch Luftfeuchte, Strahlungsverhältnisse und Windgeschwindigkeit berücksichtigt.
Der Haken daran: Die gefühlte Temperatur wird auf einen „Durchschnittsmenschen“ bezogen, stellt also nur einen Richtwert dar. Für die Übergangsjahreszeiten empfiehlt sich daher: Anziehen wie eine Zwiebel, sprich mehrere Schichten, dann ist man auf der sicheren Seite.

Das Wetter diese Woche:

Es wird wechselhaft, aber nicht gänzlich unfreundlich.  Temperatur  entspricht der Jahreszeit.

Aktivitätstipp:

Nutzen Sie sonnige und trockene Phasen  für Spaziergänge und bewundern Sie die ersten Frühjahrsblüher.