Wie man das Rad jetzt fit macht

Ja, wir sind mit’n Radl da! Worauf man achten sollte, wenn man seinen Drahtesel nach dem Winterschlaf aus dem Keller holt.

Wer sein Fahrrad vorm Winter topfit in den Keller gestellt hat, braucht im Frühjahr bestenfalls Luft aufzupumpen. Wer sich aber gedacht hat, ah, das mache ich alles im Frühjahr, sollte vorm Losradeln doch einen genaueren Blick auf den Zustand seines Drahtesels werfen, rät Anton Pirker von Velorep (Die im Jänner von der Caritas übernommene Radwerkstatt ist jetzt in der Elisabethstraße).

Besonders beansprucht wird beim Rad die Kette, weiß Pirker. Wer im Winter geradelt ist: Das Streusalz löst das Öl aus der Kette, daher unbedingt ölen! Am besten verwendet man keinen Flüssigspray, sondern ein Kettenfett, weil es länger hält.

Flugrost ist ein Schönheitsfehler, mehr nicht, man braucht die Kette deshalb nicht auszuwechseln. Getauscht werden sollte sie aber, wenn sie ausgedehnt ist. Denn dadurch werden die hinteren Zaunkränze und die vorderen Kettenblätter geschädigt. Fahrradwerkstätten haben dafür eigene Messgeräte.

Bremsen sind überlebenswichtig, sie müssen gut funktionieren. Zieht man die Handbremse, sollte nach einem Drittel des Hebelweges die Bremswirkung einsetzen. Sind die Bremspackerl zu dünn: ab in die Werkstatt!
Weiters Licht, Schnellspann-Vorrichtungen und Schrauben (eventuell locker) kontrollieren.

E-Bike: Worauf zu achten ist

Beim E-Bike gibt es nur dann Ärger, wenn es den Winter samt Akku im Freien verbrachte. Das schädigt nämlich den E-Antrieb und das Display. Deshalb: Den Akku stets im Herbst entfernen und in einem trockenen, frostfreien Raum zu ca. 75 Prozent geladen aufbewahren.

Hat man dies getan, gibt es jetzt kein Problem. Einfach den Akku vollständig laden und am E-Bike montieren. Auch wenn Elektro-Bestandteile keine Wartung benötigen, lohnt sich die Überprüfung von Verkabelung und Steckerverbindungen. Display mit Tuch putzen.

Weitere Infos zum Fahrrad: www.oeamtc.at/fahrrad

Von Petra Suchanek