Fallen, Chemie, Gas? Das muss doch nicht sein!

Hinter dem G’scher mit den Scherhaufen stecken mehrere. Zu den Wühlmäusen zählen einige Arten.

Jetzt, wo der Schnee schmilzt, kommen sie zum Vorschein: Kleine Erdhaufen, die oft dicht nebeneinander auf Wiesen und Feldern aufpoppen.

Das treibt Bauern und Gärtnern die Schweißperlen auf die Stirn, verunreinigen die Erdhaufen doch das Futter und leiden die Gärtner unter dem Pflanzenverbiss: Gar grausige Methoden gibt es daher, um Wühlmäusen den Garaus zu machen, wie die Landwirtschaftskammer im Internet auflistet – von tödlichen Fallen, über chemische Bekämpfung bis zur Vergasung.

Des einen Freud, des andern Leid: In der Natur gibt es keine Schädlinge, jedes Tier hat seine Funktion im Ökosystem. Wühlmäuse sind eine wichtige Nahrungsquelle für Greifvögel, aber auch für Marder, Fuchs und Schlange.

Mauswiesel und Hermelin sind gar hochspezialisierte Mausjäger, sie dringen mit ihren schlanken Körpern in die unterirdischen Baue ein. Denn die Erdhaufen sind nichts anderes als „Bauschutt“, der beim Hausbau der Mäuse entsteht.

„Die“ Wühlmaus gibt es nicht, mehrere Arten zählen dazu. In Salzburg kommen Rötelmaus, Schneemaus, vier Feld-, zwei Schermausarten und die größte Wühlmaus, der Bisam, vor. Im Gegensatz zum insektenfressenden Maulwurf (steht unter Naturschutz!), ernähren sich Wühlmäuse vorwiegend von Pflanzen.

Eine relativ tierfreundliche Art, sie zu vertreiben: Flaschen verkehrt herum auf Stöcke gesteckt, und die Wühlmaus räumt meist das Feld. Der Wind lässt die Stöcke vibrieren, die Mäuse mögen die Schwingungen nicht. Sie wollen zuhause Ruhe. Verständlich.

Von Petra Suchanek