Die Vorderseite des Peitingköpfls

Es gibt im bayerisch-salzburger Raum wohl kaum einen Skitourenfreund, der die beiden Gipfel im Heutal nicht kennt: Sonntagshorn (1961 m) und Peitingköpfl (1720 m).

Üblicherweise werden die beiden vom Heutalbauern aus bestiegen. Alternativ wird fallweise die Rodelbahn hinauf zur Hochalm als Anstiegsweg genutzt. Mit der auch im Winter bewirtschafteten Hochalm werden die Touren zusätzlich aufgewertet. Entsprechend viel Betrieb ist an schönen Wintertagen.

Den Südanstieg auf das Peitingköpfl (und in Folge auch auf das Sonntagshorn) kennen hingegen wenige. Erstaunlich, denn hier findet man ebenfalls feines Tourengelände – und sogar ein steile Abfahrtsvariante als Draufgabe.

  • Das Gipfelkreuz am Peitingköpfl ist eine echte Zierde. Fotos: Thomas Neuhold
  • Der klassische Heutalblick mit Reifelberg, Hirscheck und Sonntagshorn.
  • Das Peitingköpfl vom Sonntagshorn aus gesehen.

 

Ausgangspunkt:

Abzweigung Pirschbergstraße (730 m) von der Gföllstraße. Zufahrt von Unken Richtung Heutal, dann beim Wildschütz nach Norden (Gföll) bis zur Abzweigung der Forststraße (Wegweiser).

Route:

Anstieg entlang der Forststraße beziehungsweise entlang des Sommerweges (Markierungen gut sichtbar) durch den teils steilen Wald zur Unteren Hölzalm (1259 m).

Die Spur weiter entlang des Sommerweges nach Norden über Almweiden zur Oberen Hölzalm beziehungsweise zum Perchtkaser. Dann zunehmend steiler werdend weiter nach Norden an den Beginn eines kleinen Kares unter den Felsen des Peitingköpfls.

Am besten legt man die Spur auf einer kleinen Rippe an, die direkt hinauf auf den Verbindungsrücken Peitingköpfl-Sonntagshorn führt. Dann um das Felsköpfl herum auf die Südseite und zum Gipfel. Abfahrt wie Anstieg.

Abfahrtsvariante:

Bei sicheren Bedingungen fährt man vom Kreuz flach nach Süden zu einer Schwachstelle in der Felsbarriere. Hier führt eine recht steile, aber breite Rinne nach Südosten hinunter.

Spätestens bei den großen Findlingen (1450 m) muss man nach Osten ausqueren und man gelangt so wieder zurück zur Anstiegsspur.

Wissenswertes

Anforderung: Einfache Hochwintertour, 1000 Höhenmeter und 3 Stunden im Anstieg. Nur bei stabilen Verhältnissen.

Ausrüstung: Skitourenausrüstung.

Karte: AV-Karte BY19 „Chiemgauer Alpen Ost- Sonntagshorn“, 1:25.000.

Literatur: Thomas Neuhold, „Skitouren light“, Verlag Pustet, Salzburg 2016.

Einkehr: Hochalm: www.hochalm-unken.at (nur mit Gegenanstieg).

Lawinenlagebericht: www.lawine.salzburg.at