Was das wieder kostet!

Früher hab ich mir immer gedacht: So ein Kind, das wird man sich ja wohl leisten können. Also, wenn Leute überlegen, ob sie aus finanziellen Gründen keine Kinder kriegen sollen, dann ist das doch Blödsinn. Aber früher, da hatte ich halt auch noch keine Kinder.

Jetzt hab ich welche, und mit dem Geld ist es so: Ich heb es vom Bankomat ab, steck es ins Börserl, das Börserl macht schluuurps, wenn ich wieder reinschau, ist das ganze Geld weg, und das Konto stöhnt. Jetzt, so kurz vor Weihnachten, stöhnt es nicht nur, es schreit und jammert und weint.

In der Zeit rund um die Kindergeburtstage heult es auch recht viel. Zusätzlich zu den Geschenken, die man kauft, gilt es ja noch die Feier mit den Freunden auszurichten, wahlweise im Zoo, im Indoor-Spielplatz oder am Erlebnisbauernhof, weil das heutzutage Standard ist, dann die Feier mit der Verwandtschaft, die Kuchen für den Kindergarten und für zuhause. Das ist nur einmal im Jahr, aber es reichen ja auch die Ausflüge mit den Kindern, die Eintritte in die Therme, in diverse Museen und ins Kino, das Essengehen im Restaurant, die Besuche am Christkindlmarkt und – Gott bewahre – die Urlaube. Die sind eine Klasse für sich.

Karikatur: Thomas Selinger
www.seli.at

Für Eltern ist es mit dem Geld wie mit der freien Zeit nur für sich allein: ist eher spärlich vorhanden. Wobei man freilich auch sagen kann, Urlaub wird im Freibad gemacht, statt Kino gibt’s den Fernseher, gegessen wird zuhause und geplantscht in der Badewanne. Okay, kein Problem, nur anziehen muss man den Kindern was, und da haben sie die unangenehme Eigenschaft, sehr schnell zu wachsen. Im schlimmsten Fall muss man sie zweimal im Jahr neu ausstatten. Besonders weh tut das im Herbst, wenn sie eine komplette neue Garderobe inklusive Winterstiefel, Skihosen und warmen Jacken brauchen, gleichzeitig noch einen Berg an Schulsachen – und dann wundern die sich, dass es danach bis zum Monatsende nur Kartoffeln zu essen gibt (ohne Butter, die ist ja seit Kurzem auch unbezahlbar) und Peter Zwegat zuhaus auf der Couch sitzt.

Aber Kinder geben einem doch so viel zurück, nicht wahr? Sie schubsen einen nachts aus dem Bett, spucken einem alles in die Hand, was sie nicht mögen, und erklären: „Der Geburtstagskuchen für den Kindergarten war voll trocken und die Creme hat mir auch nicht geschmeckt.“ Bis zum Schuleintritt, sagt das Statistische Bundesamt, kostet ein Kind im Jahr 6200 Euro. Bis zum 18. Lebensjahr kostet es 130.000 Euro insgesamt. Nun ja, was sollen wir machen: Unsere Kinder sind uns halt lieb und teuer.