Vom Skikurs über Freeriden bis Schigong

350 Skigebiete und  tausende Sportangebote – zwei Salzburger Pioniere schaffen mit ihrer Buchungsplattform CheckYeti samt App den Durchblick für alle Winterfreaks.

Der Winterurlaub ist gebucht, doch der passende Skikurs fehlt noch? Da hilft CheckYeti weiter. Die Online-Buchungsplattform gibt Überblick über mehr als 2500 Wintersportaktivitäten im gesamten Alpenraum von Skischulen und Privatlehrern. Das reicht von Ski- und Snowboardkursen verschiedenster Levels (einzeln oder in Gruppen) bis zum Alpinsport abseits der Piste.

Gegründet wurde CheckYeti von dem gebürtigen Bischofshofener Stefan Pinggera und Georg Reich aus St. Johann. Wie es zu der Idee kam? „Wir hatten Freunde aus England zu Besuch, die Ski-Anfänger waren. Bei der Suche nach einem geeigneten Skilehrer stellten wir fest, dass es keine Möglichkeit gibt, einen Überblick über das Angebot zu bekommen und den Skikurs einfach online zu buchen. Wir sahen Potenzial, hier einen Mehrwert zu schaffen“, so Stefan Pinggera.

Die Pongauer Stefan Pinggera (li.) und Georg Reich gründeten 2014 die Buchungsplattform „CheckYeti“. Nun gibt es diese auch als App für iOS und Android.  Bild: checkyeti.com

Im Februar überzeugten die beiden die Jury in der Puls4 Startup-Show „2 Minuten, 2 Millionen“, sie erhielten eine Investitionsspritze von 700.000 Euro. CheckYeti gibt es seit diesem Saisonstart auch als App. Mit dieser können zum Beispiel Nachrichten direkt mit der Skischule oder dem Skilehrer ausgetauscht werden.

Die beiden Pongauer rechnen mit über einer Million Check-Yeti-Usern in dieser Saison. Ähnlich wie bei anderen digitalen Tourismusplattformen helfen Kundenbewertungen bei der Orientierung. Fragen können auch telefonisch gestellt werden.

Es sei auch möglich, sehr kurzfristig zu buchen, sogar noch am Weg ins Skigebiet, sagt Pinggera. Gerade in der Hochsaison sollte man aber mindestens zwei bis drei Monate im Voraus buchen, um sich seinen Wunschskikurs oder Privatlehrer zu sichern.

CheckYeti ist für die Nutzer kostenlos

CheckYeti funktioniert mit einem Provisionsmodell, das heißt, Kunden nutzen das Service kostenlos, die Anbieter zahlen für erfolgreiche Buchungen eine Provision. Als Unternehmensziel nennt Pinggera, die Marktführerschaft am internationalen Wintersportaktivitäten-Markt weiter auszubauen. 80 Prozent der großen Skigebiete in Österreich und der Schweiz deckt CheckYeti bereits ab, erstmals auch einen Großteil der Gebiete in Frankreich und Deutschland. Auch Italien ist im Programm – insgesamt sind mehr als 2500 Aktivitäten in über 350 Skigebieten aufgelistet.

CheckYeti gibt Überblick über Ski- und Snowboardkurse im Alpengebiet, aber auch über Freeride-Aktivitäten. Bild: CheckYeti.com

Wer jetzt denkt, er brauche keinen Skikurs, der kann trotzdem einen Blick in die App oder ins Internet werfen. Er könnte etwas entdecken, von dem er gar nicht wusste, dass es das gibt: Schigong in Lech am Arlberg zum Beispiel. Skilehrer Thomas Vau vereint dort Skikurse mit asiatischer Körper- und Geistesarbeit und versucht so, das Skifahrgefühl so harmonisch wie möglich zu gestalten. Auch andere Nischenprogramme wie Renntraining mit Videoanalyse oder Heliskiing-Touren gibt es.

Von Petra Suchanek

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