Pulver oder Firn auf der König-Südseite

Unser Tourenziel auf der Südseite des Hochkönigstocks sieht von der Ferne aus wie ein überdimensionierter Dachfirst. 

Selten sind Namen für topografische Gegebenheiten so klar herleitbar wie hier. Auch wenn hie und da das Ganze als Gamsriedel bezeichnet wird, First gefällt uns schon besser. Der First also hat keinen Gipfel als Ziel, die Skitour auf den begrünten Schuttkegel endet ziemlich banal einfach bei den Felsen – also dort, wo es einfach nicht mehr weitergeht auf rund 1900 Meter Seehöhe. Trotz fehlendem Gipfel erfreut sich die südseitig ausgerichtete Tour inzwischen ziemlicher Beliebtheit. Und das nicht nur in der typischen Firnfrühsaison März.

Sanftes Almgelände führt von der Kopphütte auf den First. Die markante Dachfirstform in der Bildmitte ist gut erkennbar. Bild: Thomas Neuhold

Auch im Hochwinter – heuer auch schon im November – kommen hier immer wieder Leute herauf. Es bedarf dazu aber sicherer Bedingungen, die Hänge im oberen Bereich werden schon etwas steiler.

Ausgangspunkt

Kopphütte (1309 m). Zufahrt von Mühlbach am Hochkönig über die Mandlwandstraße. Abzweigung zur Kopphütte bei Punkt 1273 m, knapp vor dem Saukarliftparkplatz (Wegweiser).

Anstieg

Von der Kopphütte geht es gemütlich entlang der Almstraße nach Nordwesten zu zwei Almgebäuden (Bergeralm, Mairalm). Bald danach (Wegweiser) dreht die Tour auf Nord und führt über einfach Hänge zu den Vier Hütten (1539 m). Nun immer nordwärts, am besten entlang der Geländekante zunehmend steil bis zu den Felsen. Abfahrt wie Anstieg.

Variante

Bei guten Bedingungen und ausreichender Schneelage kann man die Tour schon von der Hochkönigstraße weg starten. Am besten über die Wiesen vom Elmaubauer (1120 m, wenig Parkplätze entlang der Straße), wo sich am nordöstlichen Eck oben ein Durchschlupf durch den Wald auftut. Dann ziemlich genau an den Bäumen entlang nach Norden bis zur Berger- und Mairalm. Weiter wie oben. (200 Höhenmeter, 30 Minuten länger).

Vom gegenüberliegenden Hochkeil kann man die gesamte Route auf den First (die namensgebende Geländeform in der Bildmitte) gut einsehen. Bild: Thomas Neuhold

Wissenswertes

Anforderung: Einfache Skitour, im oberen Bereich aber bis 35 Grad, Spitzkehrentechnik erforderlich.

Nur bei stabilen Bedingungen. 600 Höhenmeter und 2 Stunden im Anstieg.

Ausrüstung: Skitourenausrüstung, eventuell Harscheisen. Karte: AV-Karte Nr. 10/2, „Hochkönig – Hagengebirge“, 1:25.000.

Literatur: Thomas Neuhold, „Skitouren light“, Verlag Pustet, Salzburg 2016.

Einkehr: Kopphütte: www.kopphuette.at; Lawinenlagebericht: www.lawine.salzburg.at

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