Lange Wege machen unser Wetter

Die warmen Föhnböen im Pinzgau gehen auf Vorstöße der kanadischen Kaltluft zum Atlantik zurück.

Der Föhn im Raurisertal, die hartnäckigen Nebelfelder um den Zeller See oder die berühmten „Schneelöcher“ im Tennengau – diese kleinräumigen Besonderheiten verdanken ihre Existenz Luftmassen, die ihren Ursprung weit entfernt haben. Atmosphärische Entwicklungen, die tausende Kilometer entfernt stattfinden, entscheiden über das Wetter in Salzburg. Globale Zusammenhänge sind das Um und Auf der modernen Wetterkunde!

Fürs punktuelle Wetter sind die Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre entscheidend, die von wechselnder Feuchtigkeit sowie den globalen Luftdruck- und Windsystemen abhängen.

Das aktuell feuchtkalte Wetter wird durch arktische Kaltluft verursacht, die sich in der Polarnacht in der Nähe des Nordpols gesammelt und ihren langen Weg nach Mitteleuropa angetreten hat. Trotz der polaren Herkunft reicht es aber nicht immer für Schneefall bis in tiefe Lagen. Denn auf  ihrer Reise über  Ostatlantik und Nordsee streift die Luft über die mit bis zu +10 Grad noch recht warme Meeresoberfläche – und wird selbst erwärmt.

Im Lauf des Winters kühlen die Meere ab, die Luft kommt bei uns im Februar deutlich kälter als im November an. Ähnliche Effekte gibt es an unseren Seen, wo der Nachtfrost zu Winterbeginn noch abgeschwächt wird.

Das Wetter diese Woche

Unbeständig! Ab der Wochenmitte etwas milder, aber weiter Neigung zu Niederschlägen. Der Schnee auf den Bergen ist nicht in Gefahr.

Aktivitätstipp

Perfekte Verhältnisse für Wintersportler! Wer mit Schnee nichts am Hut hat, kann sich in einer Therme wärmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.