Jeder gespendete Euro machte diesen Triumph möglich

Salzburg ist zu Großem fähig. Eine Gruppe von Medizinern und Forschern liefert derzeit den Beweis dafür.

Immer dann, wenn wir hautnah miterleben, wie schnell jemand unverschuldet in eine persönliche Krise stürzen kann, wird es einem schlagartig bewusst:  Wie gut es uns eigentlich geht, trotz hektischen Alltags, trotz steigenden Drucks.  Und wie nebensächlich viele Probleme sind, mit denen wir uns herumschlagen. Leider machen wir uns das viel zu selten bewusst. Und kosten das Glücksgefühl auch  nicht ausreichend  aus, wenn etwas Schönes und Wunderbares passiert – ob in der Familie, im Freundeskreis oder auch im  öffentlichen Leben.

Vermutlich ging auch deshalb in der Vorwoche eine Meldung um die Welt, die an ihrem Ursprungsort eigentlich viel zu wenig gewürdigt und beachtet wurde. Eine in Salzburg mitentwickelte Heilmethode hat erstmals dazu geführt, dass ein an der Schmetterlingskrankheit leidendes Kind  geheilt wurde. Sie wissen: Schmetterlingskinder durchleiden ein wahres Martyrium, selbst zärtliche Berührung  verursacht ihnen Höllenschmerzen. Internationale Experten nennen die Heilung deshalb „ein Wunder und einen Segen“.  Ein Wunder, das in Salzburg seinen Ausgang nahm.  Weil hier seit Jahren akribisch und professionell daran gearbeitet wird. Weil  Landesklinik, Forscher, Mediziner  und  ein Verein  beispielhaft zusammenarbeiten und viele mithelfen. Denn die Arbeit im EB-Haus in der SALK wäre undenkbar, wenn  nicht so viele Salzburgerinnen und Salzburger dafür spenden würden.  Selbst die zwei Ärztinnen im EB-Haus sind ausschließlich mit Spenden finanziert.  Jeder Cent aus der Bevölkerung machte das medizinische Wunder also  ein klein wenig möglich – was die Heilung fast noch wundervoller macht.

Plötzlich wird auch sichtbar: Salzburgs medizinische Forschung kann sich absolut sehen lassen.  Neben dem EB-Haus in den Landeskliniken sorgt ja auch die Wings for Life-Stiftung regelmäßig für internationale Furore. Die Stiftung, die Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz gegründet hat, kommt ihrem ehrgeizigen Ziel, die Querschnittslähmung zu heilen, in kleinen Schritten  näher.

Solche Erfolge sind für ein kleines Land wie Salzburg großartig.  Auch weil sie aus einem Bereich kommen, in dem Salzburg nicht traditionell zu den internationalen Größen gehört. Wie beim Skifahren. Oder im Tourismus.

Der Durchbruch bei der Schmetterlingskrankheit zeigt: Wird ein gutes Umfeld geschaffen und sind die richtigen Leute am Werk, ist unglaublich viel möglich.  Auch in Salzburg. In allen Bereichen.  Es braucht – wie so oft im Leben – die richtige Grundhaltung: Einen aufgeschlossenen Geist,  den Glauben an die eigenen Stärke, Teamgeist und die Überzeugung, ehrgeizige Ziele  schaffen zu können. Und dann werden Dinge wahr, die man eigentlich für unmöglich hielt.

Solche Zuversicht, solchen Mut – das braucht Salzburg mehr als alles andere.

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