Insektensterben: Wildbienen geschützt

Salzburgs Naturschutzreferentin Rössler stellt Hornisse und 15 Wildbestäuber unter strengen Tierschutz.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Radboud-Universität  (Niederlande) bestätigt nun, was die meisten subjektiv auch in Österreich wahrnehmen: Die Masse an Fluginsekten ist deutschlandweit in den letzten 27 Jahren um mehr als 75 Prozent geschrumpft. Die SPÖ forderte in der ersten Sitzung des Parlaments nun Maßnahmen, so die Salzburger Abgeordnete Cornelia Ecker. „Der künftige Landwirtschaftsminister muss  Druck in der EU machen. Er muss sich in Brüssel dafür einsetzen, dass umweltbezogene Agrarförderungen nur mehr bei Verzicht von Pestiziden abrufbar sind.“ Es brauche auch einen nationalen Pestizidplan.

Nahrungsmangel bei Singvögeln

Während den ebenfalls gefährdeten Honigbienen viel Augenmerk geschenkt wird, geraten die Wildbestäuber erst jetzt  in den Fokus. 680  verschiedene Arten sind bei uns heimisch: Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Fliegen.  Ihre Bestäubungsleistung ist unverzichtbar. Wildbienen schwärmen schon bei vier Grad plus aus, was für  Stockbienen noch viel zu kalt ist.
Salzburgs Naturschutzreferentin Astrid Rössler hat nun 15 Wildbienenarten und die  Hornisse unter den Salzburger Tierartenschutz gestellt. Hummeln, Sandbienen oder Mauerbienen finden kein Futter auf überdüngten  Grünwiesen, sie brauchen Landschaften mit Hecken und blütenreiche Ackersäume. Rössler: „Die Verhandlungen waren beileibe nicht einfach. Aber das Insektensterben ist besorgniserregend. Unsere Singvögel finden nicht mehr das Nahrungsangebot, das sie brauchen.“ Im Naturschutzressort werden auch Blüten-Projekte gefördert.

sw

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