Wandertipp: Kleiner Fels mit großem Blick

Sie wollen sich mit relativ wenig Anstrengung wie ein Bergsteiger fühlen? Dann versuchen Sie doch mal eine Tour auf die Barmsteine in Hallein.

Von unten wirken die beiden markanten Felsen zwar noch unbezwingbar, auf der Rückseite führt aber ein gut ausgebauter Weg zu den Gipfeln. Trittsicher und schwindelfrei sollte man aber schon sein – am Ende wird es ein bisschen zum Kraxeln. Belohnt wird man mit einem unglaublichen Blick aufs Salzachtal.

Die Tour auf den kleinen und großen Barmstein dauert etwa 2,5 Stunden. Starten kann man entweder beim Hofbräu Kaltenhausen oder weiter oben entlang der Dürrnbergstraße. Zum Einkehren empfiehlt sich die große Auswahl an selbstgemachten Mehlspeisen im „Café Barmstoa“.

Die Wanderung verläuft entlang der Grenze zu Deutschland. Das haben sich einst die Nationalsozialisten zu Nutze gemacht. Sie kletterten von Bayern aus auf die Barmsteine, pinselten riesige Hakenkreuze auf die Felswände und beschallten den Tennengau mit Nazi-Parolen aus Lautsprechern, um neue Anhänger zu finden.

Dank der Barmsteine wird der Tennengau übrigens auch jedes Jahr um ein Stück größer. Die Staatsgrenze verschiebt sich hier jährlich bis zu zwei Zentimeter nach Westen. Der Grenzstein am kleinen Barmstein wandert still und heimlich mit.

Katharina Maier