Das Trampolin hält Frauen fit

Es ist ein neuer Trendsport: Trampolinspringen zu flotten Rhythmen zieht Frauen in seinen Bann. Die Männer warten noch ab.

Steht man auf einem Trampolin, will man  hüpfen. Ein wenig auf jeden Fall. Salto schlagen muss ja nicht gleich sein. Das sollen ruhig die Kinder probieren, die am Rupertikirtag und auf Indoorspielplätzen Schlange stehen, um endlich abzuheben. Doch Trampolinspringen ist nicht nur Kindersache. Die Lust und das Interesse dafür ist auch unter Erwachsenen riesengroß.

Kurse waren gleich ausgebucht

Das zeigt sich bei den von der Volkshochschule Salzburg  (VHS) neu gestarteten  Kursen für Trampolinspringen. Alle vier Kurse „World Jumping“ mit je 15 Plätzen waren bereits im Sommer ausgebucht. Von 59 Frauen. „Und einem Mann“, schmunzelt Nicole Slupetzky, pädagogische Leiterin an der VHS. Sie ist sicher: Das werde nicht so bleiben. In den nächsten Kursen erwartet man mehr Männer und neben den vielen jungen aktuellen Teilnehmerinnen noch mehr Junggebliebene ab 40 Jahren. Denn Alter spiele keine Rolle auf dem Trampolin, betont Slupetzky.

400 Muskeln sind im Einsatz

Die Gesundheit profitiere gleich mehrfach von der Springerei. „Man setzt mehr als 400 Muskeln dabei ein. Das ist mehr als bei vergleichbaren Ausdauersportarten“, so Slupetzky. Dazu kommt der hohe Energieverbrauch: Während einer Stunde Trampolinspringen kann man bis zu 1000 Kalorien verbrennen. Nach Verletzungen bietet sich das Trampolinspringen zum Muskelaufbau an, was ebenfalls viele Teilnehmerinnen nutzen. Dabei punktet das Trampolin, weil es weicher ist als der Boden und somit die Gelenke  schont.

Hüpfen, beinahe tanzen im Takt von fetziger Musik

Hinzu kommt der Spaßfaktor. Nicole Slupetzky hat die Springerei gleich selbst ausprobiert und sagt: „Wenn die fetzige Musik losgeht und du hüpfst, hast du das Gefühl als würden Tonnen an Endorphinen ausgeschüttet.“ Um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht völlig fertig aus dem Kurs zu verabschieden, wechseln die Kursleiterinnen zwischen schnellen und langsamen Etappen ab. Einmal tippt man nur leicht auf und ab, dann werden die Beine in die Höhe geschnellt, wobei man sich an einem Griff festhält – der gibt Sicherheit. Die Springerei mit ihren tanzähnlichen Schrittfolgen ähnelt der Stepaerobic, läuft aber gefederter und zugleich anstrengender durch den Widerstand des Trampolins ab.

Gelenke werden geschont

Trampolinspringen dürfte als Trendsport länger anhalten als das bisher beliebte Zumba, weil es die Gelenke mehr schone, glaubt man an der Volkshochschule. Um die Interessenten der Warteliste aufs Trampolin zu bringen, plant man gerade  einen außertourlichen Ersatzkurs. Die nächsten freien Trampolinkurse starten im Dezember. Derzeit werden neue Trampolintrainerinnen und -trainer ausgebildet. Die bisherigen haben Ausbildungen in Physiotherapie oder Fitnesstrainer. Einer ist Yogalehrer.

Von Sabine Tschalyj