Shoppingcenter ZiB auf grüner Welle

 E-Tankstellen, Parkmünzen und ein gutes Jahr. Centermanagerin Barbara Schöppl-Zeiler hat im ZiB am Fuße des Kapuzinerbergs einiges ins Rollen gebracht.

Seit September 2013 ist Barbara Schöppl-Zeiler Centermanagerin des ZiB am Fuße des Kapuzinerbergs. „Als ich begann, war es sehr ruhig, es gab 40 Prozent Leerstand. Als Salzburgerin wusste ich, das würde eine Herausforderung“, sagt sie. Heute sei der Leerstand gering, nicht größer als in anderen Shoppingcentern, betont Schöppl-Zeiler. Schon 2016 lief es gut, doch heuer habe man „erstaunlich steigende Umsätze. Das erste halbe Jahr war das beste, seit ich da bin.“

Zu Jahresbeginn fand ein Eigentümerwechsel statt. Die Immofinanz AG verkaufte das ZiB an die Immobilien Entwicklung & Vermietung AG (IEV) aus Wien. Betreut wird es von EHL Immobilien.

Das ZiB ist Salzburgs zweitältestes Shoppingcenter, Schöppl-Zeiler versteht es als klassischen Nahversorger für die Stadtteile Parsch, Gnigl und Schallmoos. Aber auch der Flachgau mit seinen Pendlern zählt zum Einzugsgebiet. Der Merkurmarkt ist bei der Abdeckung des täglichen Bedarfs das größte Zugpferd, Dienstleister wie Schneider und Frisör betonen die regionale Verankerung des Shoppingcenters.

Nahversorger mit Moderiesen

Seit Ende 2015 ist das ZiB auch „Nahversorger mit Mehrwert“, sagt Schöppl-Zeiler. Der Mehrwert kam in Form des deutschen Modeunternehmens Röther an Bord, das im ZiB auf 6.500 qm Fläche seine erste Österreich-Filiale eröffnete. Vom Pongau bis zum bayrischen Traunstein kommen jetzt die Kunden angereist, manche gar aus Tirol.

Heuer wurde dem ZiB buchstäblich eine grüne Note verpasst: Das Pink des Logos wich einem frischen Grün, denn das ZiB hat sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geheftet. Neben wieder verwendbaren Parkmünzen anstelle von Einweg-Papiertickets wurden auch Stromtankstellen für Elektroautos und -fahrräder eingerichtet. Eine Neugestaltung der Fassade steht an, da werde mit den Behörden verhandelt, sagt Schöppl-Zeiler. Fix ist der Ausbau der stets überfüllten Radständer.

Im Innenbereich ist hingegen noch etwas Platz. Zwei Shopflächen im Erdgeschoß stehen frei. Schöppl-Zeiler möchte diese mit Gastronomie füllen. Vom Konzept her schwebe ihr ein „Mini-Raschhofer“ vor. Dass die Gegend für Gastrobetriebe reizvoll ist, beweist der Grieche „Akropolis“, der heuer sein 20. Jahr feierte.

Im zweiten Stock wurde kürzlich eine leerstehende Fläche adaptiert. Hier eröffnete Anfang September ein Premium-Fitnesscenter, das auch Wellness, Sauna und Solarium sowie Kurse bietet.

Von Petra Suchanek

 

Foto: sw / Ricky Knoll

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