Fit durch die Schwangerschaft: Welcher Sport gut tut

Leichter Sport tut Mama und Kind gut, sagt eine Trainerin. Nur außer Atem sollte man nicht kommen.

Sport für Schwangere war lange verpönt. Inzwischen haben sich die medizinischen Überzeugungen geändert. Heute wird er eindeutig empfohlen. Regelmäßiges Training hält die Mutter fit, vermindert typische Rückenprobleme und Wassereinlagerungen, eine zu starke Gewichtszunahme, Schwangerschaftsdiabetes und Depressionen. Doch was ist richtig, was zu viel sportliche Betätigung für schwangere Frauen? Das Fenster hat bei der Halleiner Fitnesstrainerin Tina Trippold nachgefragt, die regelmäßig mit Schwangeren trainiert. Durch ihre eigene Schwangerschaft habe sie gemerkt, wie schwierig es ist, während und nach der Schwangerschaft fit zu bleiben, schildert die Trainerin. Trippold: „Viele Mütter sind außerdem völlig unsicher, was erlaubt ist.“

Ausdauer und Kraft trainieren

Grundsätzlich gilt: Risikoschwangere sollten ihr Training mit dem Arzt absprechen.  „Gemütlicher Ausdauersport wie Walken, Radfahren und Schwimmen, aber auch leichtes Krafttraining sind empfehlenswert“, erklärt die Fitnesstrainerin. Auch der Bauch soll trainiert werden, sowohl vor als auch nach der Schwangerschaft. Allerdings sollte man Situps und dergleichen (die gerade Bauchmuskulatur) ab der 20. Schwangerschaftswoche weglassen. Übungen werden am besten im Stehen oder in Seitenlage ausgeführt. Kniebeugen,  Ausfallschritte, Arm- und  Beinseitheben , Trizeps Dips und die Brücke eignen sich sehr gut.

Zu beachten gibt es, dass die werdende Mama zwar ins Schwitzen kommen darf, jedoch sollte sie niemals außer Atem kommen, da dies für das Baby gesundheitsschädigend sein kann. Und auch beim Krafttraining gilt es sich nicht zu überfordern. Eine Schwangerschaft ist definitiv nicht die Zeit um Höchstleistungen zu vollbringen. Kampfsportarten sowie Skifahren und Reiten sind ebenfalls tabu, da Stürze drohen, die dem Baby schaden können. Auch auf gesunde Ernährung sollte die werdende Mama achten.

Training hilfreich für die Geburt

Das Ammenmärchen der angeblich schwereren Geburt bei Sportlerinnen ist auch längst widerlegt. Halten sich Mütter während der Schwangerschaft fit und essen gesund, sind ihre Babys bei der Geburt in der Regel nicht zu groß oder zu schwer, was die Geburt erleichtern kann. Training kann außerdem auf die Höchstleistung der Geburt vorbereiten und helfen, die körperliche Anstrengung besser wegzustecken. Auch erholen sich sportlich aktive Frauen meist schneller von den Strapazen der Geburt und sind danach auch mit dem Baby fit.

Tipps, Fotos und Videos findet man auf Trippolds Facebook-Seite „Tina Trippold Training“.

Sabine Tschalyj