Shopping Arena: Neue Managerin will Center weiblicher machen

Salzburg ist an Einkaufsmöglichkeiten nicht gerade arm. Da braucht es Geschick, um Kunden für sein Haus zu begeistern. In der Shopping Arena Salzburg liegt diese Verantwortung seit April 2017 in den Händen von Martina Laner.

Die gebürtige Tirolerin war zuvor Centermanagerin der BahnhofCity am Wiener Westbahnhof. In den drei Monaten, die sie nun in Salzburg tätig ist, konnte sie bereits erste Ideen verwirklichen.
Angebot für alle MütterSo bietet die Shopping Arena im Sommer erstmals einwöchige Feriencamps für Kinder an (Kosten: 99 Euro). Nun scheint Ferienbetreuung eher Aufgabe der Stadtpolitik als eines Einkaufszentrums zu sein. Martina Laner lächelt: „Ferienbetreuung ist bei Familien ein großes Thema. Wir sind ein schönes Stadtteilcenter in einer hervorragenden Lage mit sehr guter Verkehrsanbindung. Und wir haben Shops, wo man bei Kinderprogrammen thematisch wunderbar anknüpfen kann.“ Gerade für die Arbeitnehmer rund um die Shopping Arena sei dieses Angebot sehr praktisch, ist Laner überzeugt. Und beim Abholen der Kinder könne man gleich noch den Einkauf erledigen.

Es ist dies eine Maßnahme von mehreren, mit denen Laner der Shopping Arena eine stärkere „weibliche Handschrift“ geben will. „Ich möchte die Menschen bereits auf der Straße emotional abholen“, sagt sie. Die Architektur der 2015 wiedereröffneten Shopping Arena sei hervorragend, daran gäbe es nichts zu rütteln. Laner möchte das Shoppingcenter aber mit kleinen Farbakzenten wie Blumen und bunten Schriftzügen in Augenhöhe noch stärker ins Blickfeld der Passanten rücken.

Hippes Programm, Stillecke Denn: Bis zu 25.000 Autofahrer passieren täglich die Kreuzung vor dem Einkaufszentrum, darunter viele Pendler aus dem Süden. Deren Fahrt ist zielgerichtet: zur Arbeit und zurück nach Hause. Geht es nach der neuen Centermanagerin, dann soll es für möglichst viele Pendler noch einen Fixpunkt geben: den Halt in der Shopping Arena. „Wir haben 70 Shops, 720 Gratis-Parkplätze, einen eigenen Food-Court mit abwechslungsreicher Gastronomie und bei den Geschäften eine sehr gute Mischung. Ich möchte den Menschen zeigen: Ihr habt mit der Shopping Arena die praktische Adresse, um den täglichen Bedarf zu decken oder auch, um einfach mal bummeln zu gehen.“

Und weil das Warenangebot allein dem Kunden heute nicht mehr genügt, will Laner das Eventprogramm breiter als bisher aufstellen. So wird Einkaufen zum Erlebnis und lockt auch „Tagesshopper“ an – immerhin zählt die Shopping Arena in ihrem Einzugsgebiet 340.000 Menschen.

Zielgruppe seien alle von Null bis 99 Jahren, aber gerade den Jungen möchte Laner ein hippes Programm bieten. Auch Schulen sind ihr ein Anliegen: Diese können in der Shopping Arena am praktischen Beispiel üben, wie man einen Shop aufbaut und führt. Und kürzlich gestaltete das Musische Gymnasium die Stillecke neu. Denn oft sind es die Details, die entscheidend sind, ob man sich an einem Ort wohlfühlt oder nicht. Auch das versteht Laner unter „weiblicher Handschrift“.

Von Petra Suchanek

Foto: Shopping Arena

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