Gesundheit: Warum die Zitrone gut tut

Gelbe Früchte schmeicheln nicht nur der Haut.

Sonnenlicht macht uns im Sommer  heiter, belastet aber auch unsere Haut. Dieser Belastung kann man auf ganz natürliche Weise vorbeugen. Bestimmte Lebensmittel verfügen über Antioxidantien und Vitamine, die als Zellschutzstoffe unsere Hautzellen schützen.

Freie Radikale werden abgefangen

Es läuft so: „Durch vermehrte UV-Strahlung entstehen freie Radikale, die Zellschäden verursachen. Schutzstoffe fangen einen Teil dieser Radikale ab“, erklärt  Karin Gmeinhart. Die Ernährungswissenschafterin vom Gesundheits-Info-Zentrum der Salzburger Gebietskrankenkasse weist auf das breite Wirkungsspektrum der Zellschutzstoffe hin: „Sie können antiviral und antibakteriell wirken und das Immunsystem aktivieren“, so Gmeinhart.

Sich „fit essen“ für das Sonnenbad

Für die Sommersonne kann man sich also fit essen. Empfehlenswert aufgrund ihrer Schutzstoffe sind:
Marillen, Nektarinen, Pfirsiche (gelb-oranges Obst) sowie Karotten und auch Spinat (Antioxidantien).

Gegrillte Tomaten, gegrillte Wassermelone (Lycopin).

Zitronen, Orangen, Erdbeeren, Paprika, schwarze Johannisbeere (Vitamin C). Als Vitamin C-Lieferant weniger bekannt ist der Sanddorn. „Die schwarze Johannisbeere weist bei 100 Gramm  177 Milligramm Vitamin C auf, der Sanddorn gleich 450 Milligramm“, beschreibt die Ernährungswissenschafterin. Ein paar Löffel Sanddornmus oder -Saft peppen das Morgenmüsli auf. Auch die Zitrone ist im Speiseplan vielseitig einsetzbar. Ein paar Spritzer Zitronensaft machen Salat, Fisch, Pasta und Mineralwasser zum Immunsystemturbo und „Sonnenschutzmittel“.

Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl,  Walnussöl (besonders für Smoothies und kalte Suppen), Traubenkernöl (Vitamin E).

Leinöl, Leindotteröl (Omega 3-Fettsäuren). Karin Gmeinhart erklärt: „Die Omega 3-Fettsäuren  helfen, dass die Kopfhaut nicht austrocknet.“ Wer Leinöl nicht mag, sollte das Leindotteröl probieren. Gmeinhart: „Es hat nichts mit Leinsamen zu tun und schmeckt angenehm nussig.“

Haferflocken, Hirse, Käse, Fisch, mageres Fleisch (Zink). Falls es doch zum Sonnenbrand kommt, hilft Zink bei der Regeneration der  Haut.

Minzeblätter erzeugen Kältegefühl

Vermeiden sollte man im Sommer  fettes, deftiges Essen. Die Hitze belastet den Körper,  er  ist damit beschäftigt, sich zu kühlen. „Muss er   stark verdauen, folgen Völlegefühl und Müdigkeit“, so die Ernährungswissenschafterin. Zugreifen heißt es bei Flüssigkeit. Empfohlen werden eineinhalb bis zwei Liter  pro Tag. Tipp: Gibt man Minzeblätter ins Wasserglas, sorgt das darin enthaltene Menthol für ein angenehmes Kältegefühl.

Sabine Tschalyj