Urlaubszeit: So schützt man sein Zuhause vor Einbrechern

Wie machen wir unser Zuhause einbruchssicher, wenn wir auf Urlaub fahren? Diese Frage beschäftigt jetzt im Juli tausende Salzburger. Ein Polizist der Kriminalprävention hat Tipps parat.

Wie die Kriminalstatistik zeigt, zahlt sich Vorsorge aus: Bei 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich blieb es 2016 beim Versuch, die Einbrecher konnten nichts entwenden.  Ausschlaggebend dafür sind ein guter Eigenschutz –  und  spontane Vorsorgemaßnahmen.  Wie diese aussehen können, erklärt Martin Kaltenegger von der Kriminalprävention der Polizei:

Holzlatte in Tür einspreizen

Fenster nie gekippt lassen. Auch nicht im Hochparterre und Obergeschoß.
Wohnungs-/Haustür nicht bloß ins Schloss fallen lassen, sondern zusperren.
Falls vorhanden, Zusatzschlösser  verwenden.
Nebeneingangstüren  innen mit Möbeln verbarrikadieren oder eine Holzlatte im Türrahmen einspreizen. Dann kann man sie nicht so leicht eintreten.
Zugeschnittene Holzleisten in die Gleitschienen von Terrassenschiebetüren einlegen. Die Türe kann dann nicht mehr einfach aufgeschoben werden.
Häuser/Wohnungen im Erdgeschoß sollten nie unbewohnt aussehen.  Das tun sie, wenn der Rasen ungemäht ist, Schutzhüllen alle Terrassenmöbel bedecken und picobello aufgeräumt ist.  Besser: Geordnetes Chaos herstellen. Schuhe oder Spielzeug dürfen ruhig herumliegen.
Rollos oben lassen. Ausnahme: Teure Rollos mit gutem Einbruchsschutz.

 

Martin Kaltenegger von der Kriminalprävention der Salzburger Polizei rät: „Häuser sollen nie unbewohnt aussehen.“

Die meisten Einbrüche gehen über das Türschloss

Nach dem Urlaub kann es sich lohnen, eine Alarmanlage anzuschaffen oder Fenster und Türen nachzurüsten. „Beispielsweise mit Beschlägen in aushebelsicherer Ausgestaltung oder anderen Zusatzelementen“, so Kaltenegger. Die meisten Einbrüche gehen  über das Türschloss. In vielen alten Häusern bieten Schließzylinder altersbedingt oder wenn sie mehr als zwei Millimeter vorstehen, Einbrechern leichtes Spiel. Auf diese  Art passieren in Salzburg die meisten Einbrüche. Alarmanlagen sind nicht immer sinnvoll. Bevor man sich „in so ein Abenteuer“ stürze, soll man sich laut Kaltenegger  beraten lassen. Das geht kostenlos  bei der  Polizei, Hausbesuch inklusive.
Tel. 059 133-50 3333. 

Von Sabine Tschalyj