Angenehm anders: Die Jigger Bar

„Dua ma a Bier aussa, bevor i da ane aufstreich!“ Diesen Satz hört man in der neuen „Jigger Bar“ in Schallmoos derzeit dauernd. Wenn ein Gast das zu Barchef Michael Steinbacher sagt, freut sich der und fängt an, einen Cocktail zu mixen.

Was hart klingt, ist nämlich halb so wild: Die Cocktails in der Jigger Bar sind allesamt nach Zitaten von Baustellenarbeitern benannt. Ein anderer Cocktail heißt deshalb „Mi gfreits nimma“, ein weiterer nennt sich „Der Boden ist schief“.

So ausgefallen wie ihre Namen sind auch die Cocktails selbst. Man merkt, dass hier ein Profi am Werk ist: Michael Steinbacher ist der Kopf hinter der „Jigger Bar“. Manchen wird er vielleicht noch von der „unbekannt“-Bar in der Panzerhalle ein Begriff sein. Steinbacher kreiert alle Cocktails selbst. Klassiker wie Mojito oder Piña Colada gibt es bei ihm nicht. „Man muss sich von anderen Bars abheben“, ist er überzeugt.

Cocktail-Profi Michael Steinbacher. (Fotos: Jigger Bar/ Wildbild

Genau deshalb hat Steinbacher auch ganz bewusst einen Standort außerhalb der Partymeile gewählt. Dass er in der Schallmooser Hauptstraße etwas weg vom Schuss ist, stört ihn nicht: „Das Rockhouse ist gleich nebenan und generell gibt es hier eine coole Szene.“ Der Standort habe auch mit seiner Zielgruppe zu tun, erklärt er: „Ich wollte nicht das typische Rudolfskai-Publikum im Lokal sitzen haben. Bei uns in der Bar ist alles ein bisschen gemütlicher, die Musik ist leiser, wie in einem Wohnzimmer.“ Das scheint zu funktionieren: Der Andrang seit der Eröffnung vor drei Monaten sei groß, schildert Steinbacher: „Beim Opening haben sie mich überrannt.“

Langweilig wird es in der Jigger Bar nie: Alle zwei bis drei Monate erstellt Michael Steinbacher eine neue Cocktail-Karte. Die nächste wird unter dem Motto „Kindheitsträume und Illusionen“ stehen. Da können sich die Gäste auf Erinnerungen an Zahnputzbecher, „Dreh & Drink“ und ein Weißbier, das gar keines ist, einstellen.