Was finden Sie schön? Vier Salzburger erzählen.

Was ist schön? Was macht schön? Klar ist: Schönheit ist viel mehr als Äußerliches. Zu ihr streben wir in allen Dingen. Sie gibt Kraft. Spendet Trost. Macht glücklich. Und Stress.

„Das Gangster-Auto aus dem Film“

Der Salzburger Gerhard Feichtinger liebt alte Autos. „Mir gefallen die  barocken Formen, die aufgesetzten Scheinwerfer, das Chrom. Diese Linien sind einfach schön“, sagt der 58-jährige Betriebswirt und Präsident des Oldtimer-Clubs MVCS. Der abgebildete Citroen Traction 15 Six, 6 Zylinder, 78 PS, war in den Filmen mit Jean Gabin das Auto der Gangster. Während die Polizei sich nur die kleinere 4-Zylinder-Version leisten konnte – und  den bösen Buben bei den Verfolgungsjagden meist nur von hinten in den Auspuff schaute.

„Sonnenschein und Familienzeit“

„Schön ist für mich Sonnenschein oder ein schöner Tag mit den Kindern“, sagt Andrea Eiglsperger (40). Nachmittags Zeit für Lennard (6) und Paulina (3) zu haben, empfindet die Physiotherapeutin als Glück. Genauso wie einen Abend mit ihrem Mann, feinem Essen und einem guten Glas Rotwein.  Anders war es mit 16, lacht die Salzburgerin: „Schön war damals, mit dem schönsten Jungen der Schule gesehen zu werden.“ Überrascht stelle sie jetzt im Bekanntenkreis  fest: Je erfolgreicher ein Mann, desto attraktiver sei er für Frauen.

„Stille und Weitsicht beim Bergsteigen“

Weite Wiesen, ein enges Tal, steile Hänge: Hans-Peter Maier (61) entdeckt wahre Schönheit beim Bergsteigen. Wann immer das Wetter passt, ist der Tennengauer in den Bergen unterwegs – ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder den Tourenski. Am Berg fühle er sich einfach am wohlsten, erzählt er: „Die Stille, zusammen mit der eindrucksvollen Landschaft – das ist mein Ausgleich. Wenn ich länger nicht auf den Berg komme, merke ich , wie unzufrieden ich werde.“

„Ein Lächeln und Musik fürs Herz“

Man darf  ein bisschen auffälliger ausschauen als die anderen – das findet  Annika Knoll schön. Und Augen, da schaue sie als erstes hin. „Schön ist auch  ein Lächeln“, meint die Salzburger Schülerin (15). Anziehend empfinde sie außerdem die Natur: Den Himmel, der so unterschiedlich aussehen kann. Gänseblümchen und Maiglöckchen, die jetzt im Frühling blühen. Annika: „Da weißt du, es wird Sommer.“ Schön fürs Gemüt ist für die Schülerin: Musik, die an Schönes erinnert.

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