Die Spielverderber der Wetterprognose

Bei den Entwicklungen von Wettermodellen stellte sich die historische Frage, ob der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen kann.

Leistungsfähige Computer nehmen unzählige Daten von Wetterstationen und berechnen ein Szenario für die Zukunft. Eine winzige Änderung im System, ähnlich dem Luftzug eines Schmetterling, könnte in mehreren Tagen die Berechnung theoretisch in eine unvorhersehbare Richtung treiben. Für den ersten Tag wäre der so entstandene Fehler noch gering, die Abweichung steigt jedoch von Tag zu Tag an. Schnell wechseln so Modelle von einem schönen Hochdruckgebiet über Mitteleuropa am siebten Prognosetag zu einer kalten Nordwestströmung mit Schneefall bis in tiefe Lagen. Das zeigt, dass exakte Prognosen über einen sehr langen Zeitraum praktisch kaum Sinn ergeben.

Zusätzlich gibt es in Österreich stark gegliedertes Gelände mit Ebenen, Bergen und Tälern, was die Prognose nochmal erschwert. Trotz besserer Computer lässt sich die Natur nie exakt vorhersagen, vor allem längerfristig.

Ein Schmetterling wird wohl kaum direkt einen Tornado in Texas auslösen, selbst ein Elefant oder Blauwal tut sich dabei schwer. Über dem Meer haben wir wenige Messstationen und dort gibt es stärkere Differenzen zwischen dem Wettermodell und der Wirklichkeit. Und so schaukelt sich diese Abweichung in der Zukunft global immer mehr auf. Auch ohne Blauwale.

Das Wetter in dieser Woche

Nach schwachem Störungseinfluss kann sich eine föhnige, milde Strömung etablieren.