Frau Angelberger steckt alle in die Tasche

Viel Echo gab es auf den SF-Bericht „Schluss mit Plastik“. Auch Salzburger Jugendliche nähen jetzt Stofftaschen.

Mit so einem großen Echo hat Hermana Angelberger nicht gerechnet. Nach dem  SF-Bericht „Schluss mit Plastik“, der darüber informierte, dass Angelberger aus Umweltschutzgründen schon 2000 selbstgenähte Stofftaschen verschenkt hat, erhielt die Pucherin enormen Zuspruch. „Die erste Gratulation kam von Astrid Rössler. Sie  wollte mich gleich persönlich kennenlernen“, so die frühere Mathematiklehrerin. Die Gelegenheit nahm Hermana Angelberger gerne wahr (siehe Bild oben).

Jetzt wollen alle nähen: Stofftaschen statt Plastik

„Frau Rössler bot finanzielle Unterstützung an und fragte, ob ich  als ,Botschafterin’ für Stofftaschen anstelle von Plastiksackerln in Gemeinden gehen würde“, erzählt die engagierte Pensionistin. Doch sie nähe lieber weiter in ihrem Näh-stüberl und verschenke ihre hübschen Stoffsackerl.

Jugendliche nähen Taschen – und suchen jetzt Käufer Neben vielen „Bravo“-Mails und Anrufen sowie schönen Stoffspenden für neue Taschen erhielt die Umweltpionierin auch zahlreiche Anfragen von Salzburgerinnen, die nun auch Einkaufstaschen nähen möchten. Angelberger: „Super, dass die Aktion Kreise zieht und so weniger Plastiksackerl in Umlauf kommen. Für die Umwelt kann jeder etwas tun.“ Ihr Kontakt zur Erinnerung: hermana@utanet.at.

Jugendliche verdienen ihr erstes Geld – Käufer gesucht

Stofftaschen nähen – das fasziniert jetzt auch Salzburger Jugendliche. Sie nähen Taschen,  Federmäppchen und Schlüsselanhänger, die  sie um rund 15 Euro verkaufen.  „Es sind 27 beschäftigungslose Mädchen und Burschen aus betreutem Wohnen“, erklärt „Neet Things“-Leiterin Eva Reitbauer.  Im Hintergrund steht die Organisation „Rettet das Kind“. Die jungen Leute könnten  gar nicht glauben, dass ihre Taschen tatsächlich verkauft werden, so Reitbauer. Das Beschäftigungsprojekt setzt auf Crowdfunding. Das Ziel: 5000 Euro, erlöst durch Taschenverkäufe (15 Euro pro Stück) im  April.

Mehr Infos unter www.facebook.com/neetthings.salzburg

Von Sabine Tschalyj