Hagenauer ist in der Kritik

2000 Euro Jahresförderung vom SPÖ-geführten Sozialressort der Stadt gab es heuer für Somos Salzburg. Der Verein ist auf interkulturelle Begegnung spezialisiert  und nach eigenen Angaben parteiunabhängig. Dass auf Facebook Teilnehmer der Veranstaltungen des Vereins  in roten Walter-Steidl-Schürzen zu sehen sind, sorgt für Kritik an der Fördervergabe durch  Vzbgm. Anja Hagenauer (SPÖ).

„Die ehrenamtliche Arbeit von Somos ist zu begrüßen“, sagt Neos-Klubobmann Sebastian Huber. Die Förderung mittels Ressortverfügung habe aber einen schalen Beigeschmack, weil der Verein „offenbar eine SPÖ-Vorfeldorganisation“ sei.  Mittels Ressortverfügungen können die Ressortchefs den Gemeinderat bei der Fördervergabe umgehen. Erst im Nachhinein wird vierteljährlich  Rechenschaft abgelegt.

In ihrer Kritik bestätigt sehen sich die Neos dadurch, dass der Ehemann der Vereinsleiterin Geschäftsführer des SPÖ-Gemeindevertreterverbands ist. „Ich kann nicht in allen geförderten Vereinen kontrollieren, wer dort was verteilt oder wer SPÖ-Mitglied ist“,  sagt Hagenauer. Der Verein leiste mit seinen interkulturellen Frühstücken hervorragende Integrationsarbeit, dafür werde er gefördert.

Auch Somos-Leiterin Mónica Ladinig-Chávez versteht die Kritik nicht. „Wir haben für unsere Kochveranstaltungen Schürzen gebraucht und haben uns an Walter Steidls Aktion  erinnert. Es geht uns nicht um Politik. Wenn uns jemand neue Schürzen spendet, ziehen wir  künftig gern diese an.“

Thomas Strübler

1 Kommentar

  1. Flightmath Antworten

    wenn man will findet man immer ein Haar in der Suppe – Somos Salzburg leistet hervorragende Arbeit –

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